Modifiziertes Auslaufmodell für Rahmeder Hauptschule

Für die Hauptschule - hier der Biologieraum - muss eine tragfähige Lösung gefunden werden.

Altena - Drei Klassen, 63 Schüler – so stellt sich im Schuljahr 2015/2016 die Situation an der Hauptschule Rahmede dar. Eigentlich sind sich alle Fachleute einig, dass ein geregelter Schulbetrieb damit kaum noch möglich ist.

Weil die Schülerzahl Auswirkungen auf die Lehrerversorgung hat, stehen der Schule ab kommenden Sommer rechnerisch noch etwa 3,5 Stellen zu. Damit könne ein „in Vergleich zu anderen Hauptschulen gleichwertiges Unterrichtsangebot“ nicht mehr gewährleistet werden, warnt die Verwaltung in einer Vorlage für die nächste Sitzung des Schulausschusses (17. November, 17 Uhr, Rathaus). Deswegen sucht die Stadt schon seit einiger Zeit nach einer Lösung.

Auf der Hand lag zunächst ein Zusammengehen mit der Albert-Schweitzer-Hauptschule in Nachrodt, die wie die in der Rahmede seit der Gründung der Sekundarschule im Jahr 2012 keine Schüler mehr aufnimmt und vor dem gleichen Problem steht. Allerdings: Dort will man weitermachen, und zwar bis zum bitteren Ende im Jahr 2017. Das beschloss der Nachrodter Gemeinderat im Einvernehmen mit der Schule.

Daraufhin orientierte sich die Schulverwaltung in Richtung Lüdenscheid. Nachdem es zunächst danach aussah, als könnten zum nächsten Schuljahreswechsel die drei noch verbleibenden Klassen der Hauptschule Rahmede in die Hauptschule am Stadtpark umziehen, hieß es Anfang Oktober „Kommando zurück“ – der Platz in dem Lüdenscheider Schulgebäude reiche nicht aus, um die Altenaer Schüler aufnehmen zu können, teilte die Verwaltung der Nachbarstadt mit.

Noch ein Jahr weitermachen

Jetzt ist guter Rat teuer. Die Stadtverwaltung schlägt vor, in der Rahmede doch noch ein Jahr lang weiterzumachen und im Jahr 2015 mit Lüdenscheid darüber zu verhandeln, ob wenigstens zum Schuljahr 2016/2017 die letzte verbleibende Klasse aus der Rahmede dort aufgenommen werden kann. Das sei „am verträglichsten für alle Beteiligten“, meint die beim Kreis angesiedelte Schulaufsicht. Weiter schreibt Schulrat Winfried Becker: „Es werden die bekannten Schwierigkeiten in der personellen Besetzung auftreten, aber die Schulaufsicht wird intensiv daran arbeiten, die Qualität der Abschlüsse durch entsprechende Personalmaßnahmen zu sichern“.

Die Schule sehe diese Lösung positiv, gab Schulleiterin Helma Leidag zu erkennen. Das offizielle Votum der Schulkonferenz steht allerdings noch aus. Es ist Voraussetzung für die abschließende Beratung in den politischen Gremien.

An der Richard-Schirrmann-Realschule, die wegen der Sekundarschule ebenfalls ausläuft, stellt sich die Situation anders dar: Dort geht Schulleiter Heribert Hertel davon aus, auch in den beiden letzten Schuljahren noch einen geregelten und qualitativ angemessenen Schulbetrieb organisieren zu können. - Von Thomas Bender

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