Leichte Verjüngung des Rathaus-Personals

Altenas Burgaufzug  (hier ein Modell) fährt Verluste ein.

ALTENA  Insbesondere die SPD hat in Richtung Stadtspitze immer wieder davor gewarnt, das Personal im Rathaus nicht noch weiter auszudünnen. Montag stellte Tanja Jäker, Abteilungsleiterin Personal, den Politikern des Hauptausschusses die aktuellen Beschäftigungs-Zahlen vor.

Zurzeit sind 125 Frauen und Männer im Rathaus und den Eigenbetrieben tätig. Im Jahr 2000 waren es noch 187. Damit hat sich die Zahl der Mitarbeiter in kaum 20 Jahren um 62 oder mehr als 30 Prozent verringert. Jäker war es auch, die viele, viele weitere Folien auflegte, die sowohl den Beamtenbestand (37) als auch die im Angestelltenverhältnis (88) tätigen Personen genau auflistete.

 Da hakte der Bürgermeister ein. Er sprach davon, Beamte mehr und mehr abzubauen. Grund: Die verhältnismäßig teurere Versorgung im Pensionsalter. Beamte sind vorrangig bei der Feuerwehr tätig. „Wir schaffen es, jünger zu werden“, kommentierte der Bürgermeister die Tatsache, das, statistisch gesehen, jeder Rathaus-Mitarbeiter im Schnitt 52 Jahre alt ist.

 Das hat auch Auswirkungen auf die Krankheitstage. Waren es in 2017 noch 4160 Fehltage, sanken sie im laufenden Jahre (noch ohne das III. Quartal) auf 2937 Tage. Jäker merkte dabei an, dass im vergangenen Jahr einige Mitarbeiter Langzeit-erkrankt waren, was die Statistik entsprechend beeinflusse.

Kenntnis gab Jäker dem Ausschuss auch über Finanzpositionen wie die jährliche Überweisung ans Werksarztzentrum. Die schlägt mit 7000 Euro zu Buche. Doch damit ist gewährleistet, dass für alle Beschäftigten der vorgeschriebene Impfschutz und arbeitsrechtliche Untersuchungen stets gewährleistet sind. 5000 Euro lässt sich die Stadt externe Rechtsberatung kosten. Die ist vorrangig für den Personalrat in den Haushalt 2019 eingestellt. „Es gibt immer wieder unterschiedliche juristische Auffassungen gegenüber der Rathausführung. Da holt sich das Gremium kompetente Hilfe“, hieß es beim Durchgehen dieses Haushaltspostens.

 50 000 Euro will sich die Stadt den Einbau einer neuen Schließanlage im Sportzentrum Pragpaul kosten lassen. In der Sauerlandhalle sind dann alle ausgegebenen Schlüssel programmierbar. So haben die Sportler mit ihren Schlüsseln nur dann Zutritt zur Halle, wenn ihre gemeldeten und gelisteten Trainingszeiten auch hinterlegt sind. Damit wolle man häufigem Ärger von Doppelbelegungen oder Streitereien unter Sportlern vorbeugen.

 In Altena gebe es zum Glück keine Obdachlosenszene. Das stellte Ordnungsamtsleiter Frank Walther fest. Gleichwohl stellte er für seinen Fachbereich 6 000 Euro in den neuen Haushalt ein, „um im Notfall gerüstet zu sein.“ 150 000 Euro - so viel, wie im Durchschnitt der vergangenen zwei Jahre auch - wird die Stadt durch Parkgebühren voraussichtlich in 2019 erwirtschaften. An Bußgeldern rechnet das Rathaus erneut mit Posten „zwischen 35 000 und 40 000 Euro.“ Weil Parkuhren defekt oder unbrauchbar werden können, sind 22 000 Euro für die Neuanschaffung dieser Geräte in 2019 geplant. Im vergangenen Haushaltsjahr ging keine Parkuhr zu Bruch. Das übrig gebliebene Geld nutzte der Fachbereich Öffentliche Ordnung zum Beispiel für die Anschaffung von Smiley-Anzeigen „Sie fahren 30 km/h – danke“. Für Frank Walther eine sinnvolle und durchaus verkehrserziehende Maßnahme.

 Defizitär wird der Burgaufzug betrieben. Gab es im Jahr 2017 ein Minus von 4 000 Euro bei Verrechnung aller Kosten, erwartet Kämmerer Stefan Kemper in 2019 „etwa 22 000 Euro“. Geschuldet sei das dem Personalaufwand. Der oberste Kassenhüter der Stadt sprach in diesem Zusammenhang vor den Hauptausschuss-Politikern von einer stets erwarteten „kleinen roten Null.“

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