Ein altes Haus „ruft um Hilfe“

Jürgen Wagner wäre gerne behilflich, wenn jemand das renovierungsbedürftige Haus an der Klusenstraße erwerben würde.

ALTENA -  Eine weitere Baulücke droht auf dem Weg von der Nette zur Burg. „Dieses alte Haus ruft um Hilfe“, erklärt Jürgen Wagner von der Unteren Denkmalbehörde im Rathaus der Stadt Altena.

Die Besitzerin des Hauses Klusenstraße 22 hat ein Wertgutachten erstellen lassen, anschließend war Wagner mit einem Denkmalspezialisten vor Ort. „Wir möchten dieses Haus vor dem Abriss retten. Die Besitzerin ist bereit, es für einen symbolischen geringfügigen Betrag zu verkaufen. Wir suchen nun handwerklich geschickte Menschen, die sich hier ganz individuellen Wohnraum schaffen können.“ Dann könnte das Haus unter Denkmalschutz gestellt werden, der Käufer könnte Fördermittel und steuerliche Vorteile bei der Sanierung nutzen.

„Es gibt zwar ein paar Vorgaben der Denkmalbehörde, aber finanziell gesehen auch einige Vorteile“, berichtet Wagner. „Die Stadt verliert ihr Gesicht, wenn immer mehr der alten Häuser verschwinden.“ Deshalb hofft er auf mögliche Käufer für das „Hüseken“, dass 1886 erbaut wurde.

Fachwerk mit Strohputz, ein noch zugemauerter Kamin im Erdgeschoss, ein alter Spülstein direkt am Fenster - das alles hat einen gewissen Charme. Allerdings befinden sich die Räume in einem sehr baufälligen Zustand. In Menden ist es der Stiftung „Denkmal und Kultur“ gelungen, das „Schmarotzerhaus“, ein direkt an die Stadtmauer gebautes Haus aus dem Jahr 1709, in Eigeninitiative vor dem Abriss zu retten. „Vielleicht hat ja auch ein Industrieller oder ein Verein Interesse, sich hier eine Bleibe zu schaffen,“ hofft Wagner auf Interessenten, die sich direkt an ihn wenden können. Sollte das nicht gelingen, verschwindet unwiderruflich ein weiterer Zeitzeuge auf dem geschichtsträchtigen Weg zur Burg.

Kontakt: Jürgen Wagner, Stadt Altena, Tel. 209-348

von Silvia Sauser

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