Vom Bad ins Pfarrheim: Darum bekommen Katholiken ausrangierten Defi

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Den neuen Defibrillator übergibt Markus Pflüger von den Stadtwerken an Pfarrer Ulrich Schmalenbach und Wolfgang Brüggemann vom St. Matthäus-Förderwerk.

Altena – St. Matthäus bekommt einen Defibrillator, der im Hallenbad nicht mehr gebraucht wird. Der Lebensretter funktioniert einwandfrei. Dennoch musste er im Bad ausgetauscht werden.

Und schon wieder ein Defibrillator: Und schon wieder sponsern die Stadtwerke Altena das lebensrettende Gerät. Nur dieses Mal ist alles etwas anders: Der Defi, den Marcus Pflüger als Finanzchef des Versorgers an Wolfgang Brüggemann vom Förderwerk St. Matthäus und Pfarrer Ulrich Schmalenbach übergab, ist schon drei Jahre alt und im Schwimmbad aussortiert worden. 

Aber keine falschen Schlüsse ziehen: „Er ist natürlich TÜV-geprüft, technisch auf dem neuesten Stand und absolut einsatzfähig“, betont Pflüger. Das Gerät stammt aus einer ganzen Flotte von nunmehr zehn Defis, die die Stadtwerke über die Stadt verteilt an neuralgischen Punkten zur Verfügung stellen. 

Das neue Gerät für St. Matthäus, das im Foyer des Pfarrheimes hängen wird, stammt aus dem Dahler Hallenbad. Dort müssen, so schreibt es der TÜV vor, Defis alle drei Jahre ausgetauscht werden, weil sie ständig Feuchtigkeit und Chlorluft ausgesetzt sind. 

Schulung für Helfer

„Natürlich kann das St.-Matthäus-Gerät, das ein neues Gehäuse erhalten hat, auch künftig in Feuchträumen oder im Freien eingesetzt werden. Aber eben nicht mehr in einem Bad“, erklärte Markus Pflüger. Er wird es einer Gruppe von Helfern der Kirchengemeinde in einer Schulung samt Übungspuppe intensiv erklären. 

Pfarrer Ulrich Schmalenbach und sein Sicherheitsbebeauftragter, Fördervereins-Beisitzer Wolfgang Brüggemann, dankten den Stadtwerken für die Spende. Er hoffe, dass das Gerät niemals eingesetzt werden müsse, meinte Schmalenbach. Sollte dennoch einmal der Ernstfall eintreten und der Schockgeber muss bei einem Herzstillstand zum Einsatz kommen, „haben wir jetzt ein gutes Gefühl. Wir sind froh, auch bei den zahlreichen Veranstaltungen hier im Pfarrheim künftig auf der sicheren Seite zu sein."

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