Häuser an Memeler Straße abgerissen: Interessante Idee für Nutzung der Fläche

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So sieht es jetzt an der Memeler Straße aus: Schuttberge, wo einst Häuser standen.

Altena – Die Häuser an der Memeler Straße gibt es nicht mehr: Sie wurden abgerissen. Für die freie Fläche gibt es eine interessante Idee der Nutzung.

Zurück blieb ein großer Berg Bauschutt. Aber auch der wird bald verschwinden: An der Memeler Straße wird Anfang nächsten Jahres das Abbruchmaterial, das von den Häusern mit den Nummern 12 bis 26 übrig blieb, geschreddert und abgefahren, sagt Baugesellschafts-Vorstand Joachim Effertz auf Anfrage. Anschließend werde die Fläche mit Mutterboden angefüllt. 

Wie es dann dort weitergeht, müsse sein Nachfolger entscheiden. Effertz verlässt die ABG schließlich zum Jahresende. In den vergangenen zehn Jahren hat die ABG etwa 400 Wohnungen „vom Markt genommen“, wie das Unternehmen sein Abbruchprogramm umschreibt. 

Mieter siedelten um

Der Abbruch an der Memeler Straße war der größte: 49 Wohnungen verschwanden dort. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, schließlich waren etliche Wohnungen vermietet. Vor drei Jahren informierte die Baugesellschaft ihre Mieter an der Memeler Straße über die Abbruchpläne und zeigte Alternativen auf. 

Wohnungen hat sie schließlich reichlich, auch und gerade am Breitenhagen. Die Mehrheit der Betroffenen entschied sich dazu, innerhalb des ABG-Bestandes umzuziehen und im Stadtteil zu bleiben. Die Kosten für die Umzüge übernahm ebenfalls die ABG, alternativ konnten die Mieter sich eine Pauschale auszahlen lassen und die Sache selber stemmen. 

So sah es früher an der Memeler Straße aus.

Als die Wohnungen dann geräumt waren, waren sie begehrte Übungsobjekte: Feuerwehr und THW trainierten dort, Bereitschaftspolizisten durften Türen aufsprengen und Hundestaffeln „Vermisste“ suchen. 2018 fielen die Häuser 6 und 8, seit Spätsommer 2019 wurden die übrigen entkernt und abgerissen. 

Nur sieben Garagen blieben stehen. Sie sollen weiter verwendet werden, allerdings müssen dafür weitere Häuser fallen – und zwar an der Harkortstraße am Pragpaul. Dort weichen im kommenden Jahr zwei Mietshäuser einem Garagenhof, der die Parkprobleme mindern soll. 

Chance für Stadtrückbau

Bei den Garagen an der Memeler Straße handelt es sich um Fertiggaragen, die ohne größere Probleme transportiert werden können. Effertz sagt: „Sie werden zum Pragpaul gebracht. Dort gibt es dafür großen Bedarf.“ 

Die Abbrüche an der Memeler Straße sind auch bemerkenswert, weil dort die Möglichkeit eines echten Stadtrückbaus besteht. An einer Stelle teilt sich die Straße: Am nördlichen Teil stehen jetzt nur noch ein paar vermietete Garagen. Wenn die weichen, ist dieser Teil der Straße überflüssig. Man könne durchaus darüber nachdenken, diese Fläche dem benachbarten Wald zurückzugeben, rät Effertz seinem Nachfolger. 

Die Stadt hat dort schon Nägel mit Köpfen gemacht und die Straßenbeleuchtung demontiert. Der südliche Zipfel der Memeler Straße wird noch gebraucht. Er erschließt auch drei Eigenheime. Denkbar ist es, die ABG-Grundstücke in diesem Bereich zu verkaufen. Es bestehe am Breitenhagen durchaus Interesse an Bauland für Einfamilienhäuser, meint Effertz.

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