Händler zeigen weniger Präsenz

Ein Markthändler an seinem Stand.

ALTENA ▪ Etwas ruhiger als sonst geht es in diesen Wochen auf dem Markt zu – keine ganz ungewöhnliche Entwicklung.

Sind es in besonders belebten Zeiten bis zu 35 Markthändler, die an der Kirchstraße aufmarschieren, so werden derzeit etwa 25 gezählt, bestätigen Klaus Peter Trappe vom Ordnungsamt und seine Kollegin Kerstin Sonntag, die in regelmäßigem Kontakt zum Tross der Händler steht. Ursache dafür sei zum einen, dass manch ein Händler mit familiären Wurzeln im Ausland in den kalten Monaten gerne einmal einen Abstecher in sein Heimatland mache. Aber auch ganz generell halten Minusgrade einige Händler vom Erscheinen in Altena ab. Deshalb könne man sich einer gewissen Frühjahrsbelebung sicher sein.

Im Rathaus hatte es zuletzt auch Überlegungen gegeben, wie man die Zahl der Markthändler bei schwindendem Bestand wieder erhöhen und die Kauflust der Kunden fördern kann. Es gebe einige Händler, so Trappe, die über Umsatzeinbußen klagten. Dies sei aber ganz offenbar kein Altena-spezifisches Problem, sondern es gebe Anzeichen dafür, dass sich die Kauflust der Kunden auf Wochenmärkten rückläufig entwickelt habe. Man habe es wohl mit einem geänderten Kaufverhalten zu tun, meint Trappe. Das wisse man auch aus der Marktanalyse, einer Befragung der Händler, die zuletzt im vergangenen Jahr durchgeführt worden ist.

Kontakt zu den fahrenden Händlern gibt es natürlich an jedem Donnerstag. Da tausche man sich auch schon aus, wenn die Stände morgens aufgebaut werden. Von daher sein ein regelmäßiger Informationsfluss gegeben.

Die Überlegungen, wie dem Markttreiben wieder mehr Leben eingehaucht werden kann, sind laut Trappe in erster Linie in zwei Richtungen angestellt worden. Zum einen spielten die Anfangs- und Endzeiten des Verkaufs eine Rolle, zum anderen die Frage nach bestimmten Sonderaktionen, um die Kunden aufmerksam werden zu lassen.

Hinsichtlich der Zeiten gab es die Idee, etwas später anzufangen und dafür den Verkauf am frühen Nachmittag länger laufen lassen. Unter den Händlern habe es dazu aber keine einheitliche Meinung gegeben. Eine Verschiebung der Verkaufszeit in Richtung Nachmittag bringe zudem für jene Händler Nachteile, die nach ihrer Standzeit in Altena noch nach Dahle weiterziehen.

Es sollen jetzt weitere Gespräche geführt werden. Was auch immer letztlich am Konzept verändert werde solle, könne nicht im Alleingang an der Lüdenscheider Straße geschehen. Klaus Peter Trappe: „Das müssen wir mit den Händlern zusammen machen.“ ▪ tk

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