Gute Noten für das Kohlberghaus in Altena

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Das Haus-Team ist stolz auf den Erfolg.

ALTENA - Gute Stimmung herrschte gestern in der Riege der Verantwortlichen für die Pflegeheime Kohlberghaus und Villa Borbet. Im neuen Transparenzbericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) hat die Einrichtung gute Noten bekommen. Diese auch als „Pflege-Tüv“ bekannte Überprüfung hat der Altenaer Einrichtung eine Gesamtnote von 1,5 gegeben. Vor zwei Jahren lautete diese Note noch 3,4.

Einige wesentliche Punkte nennt Heimleiter Torsten Severing, wenn es um diese deutliche Verbesserung geht. Zum einen habe man mehr in die so genannten Dokumentationen über die Patienten gesteckt, zum anderen habe man „mehr Transparenz für die Gutachter geschaffen“.

Eine weitere Rolle hätten „personelle Veränderungen“. gespielt. Einen großen Sprung nach oben hat das Kohlberghaus auch im Bereich „Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene“ gemacht. Lautete die Beurteilung vor zwei Jahren auf 2,9, so haben die Gutachter diesmal eine glatte Eins vergeben. Dazu habe ein neues Hauswirtschaftskonzept wesentlich beigetragen, berichtet Torsten Severing. Kaum eine Veränderung gab es dagegen bei der Zufriedenheit der Bewohner: Sie liegt unverändert bei der Bestnote 1.

Die jüngste Überprüfung durch den MDK hatte am 16. November stattgefunden. Stichprobenartig wurde dabei die Betreuung von neun Bewohnern überprüft. Um die Bewohnermeinung zu ermitteln, unterhielten sich die MDK-Prüfer mit sieben Männern und Frauen.

Der Transparenzbericht des MDK deckt in Nordrhein-Westfalen einen sehr großen Anteil der Alten- und Pflegeheime ab: Insgesamt gibt es 2235 Einrichtungen. Geprüft wurden davon bisher 1922.

Vier wichtige Qualitätsbereiche sind es, die die Prüfer besonders in Augenschein nehmen: Es sind dies „Pflege und medizinische Versorgung“, „Umgang mit Demenzkranken“, „soziale Betreuung und Alltagsgestaltung“ sowie „Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene.“ Der Qualitätsbereich 2 (Demenzkranke) blieb bei der aktuellen Erhebung allerdings außen vor, weil es weder im Kohlberghaus noch in der Villa Borbet solche Bewohner gibt.

Für dieser Qualitätsbereiche gibt es dann einen eigenen Fragenkatalog, mit dem zahlreiche Details erfasst und beurteilt werden. Beispiele aus dem Bereich „Pflege und medizinische Versorgung“. Hier wird überprüft, ob die Medikamentenversorgung den ärztlichen Anordnungen entspricht; aber zum Beispiel auch, ob es eine „Dekubitusprophylaxe“ gibt, also eine Vorbeugung gegen das Wundliegen.

Zur Vorstellung der neuen MDK-Ergebnisse fand sich gestern aus gutem Grund eine etwas größere Runde zusammen: Küchenchefin Gertrud Friedrichs, Hauswirtschaftsleiterin Ursula Prietzel, Claudia Bialas (stellvertretende Pflegedienstleiterin), Michael Voß (Leiter Sozialer Dienst), Mitinhaber Martin Kunz und Hans Vorstheim als Sprecher der Bewohner. „Eine solche Verbesserung ist eben nur in einem Team möglich“ unterstrich der Einrichtungsleiter.

von Thomas Keim

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