Gute Geschäfte mit Gas

ALTENA ▪ Etwas länger als üblich hat die Jahresabrechnung der Stadtwerke gedauert – Grund war eine Software-Umstellung. Jetzt sind die Abrechnungen fertig, Geschäftsführer Marc Bunse kann Zahlen nennen: „Der Gasverkauf ist im Jahr 2010 um rund 13,5 Prozent gestiegen“, berichtet er. Von Thomas Bender

Nach seiner Einschätzung ist das weniger auf den wirtschaftlichen Aufschwung zurückzuführen denn auf die niedrigen Temperaturen im Januar, Februar und Dezember. „Da haben wir deutliche Mehrverbräuche registriert“, sagte er bei der Bekanntgabe der Zahlen.

Die Abrechnungen für die Privatkunden des Unternehmens gehen in den nächsten Tagen zur Post. Etwa 60 Prozent müssen nachzahlen, der Rest darf sich über mehr oder weniger hohe Erstattungen freuen.

Bunse erläutert, dass das im Zusammenhang mit der Mitte Februar fälligen Abschlagszahlung erfolgt. Kunden, für die die Nachzahlung eine besondere Härte bedeutet, sollten sich an das Stadtwerke-Kundenbüro im Bürgerservice am Markaner wenden, empfiehlt der Geschäftsführer. Er erwartet, dass der Mehrverkauf sich auch positiv auf das Geschäftsergebnis des Unternehmens auswirken wird, warnt aber gleichzeitig vor übertriebenen Erwartungen: „Wir hatten 2010 auch den ein oder anderen Mehraufwand“. Bunse erinnerte auch daran, dass das Unternehmen zum 1. Oktober die Preise gesenkt hat.

Eine Folge des gestiegenen Gasverbrauchs ist, dass die separat auszuweisenden Einnahmen für das Gasnetz der Stadtwerke über den tatsächlich entstandenen Kosten liegen werden. Davon habe das Unternehmen aber nichts, erläuterte Bunse gestern – die Bundesnetzagentur achte genau darauf, dass dieser Vorteil an den Kunden weitergereicht werde.

Etwas bedenklich findet Bunse Nachrichten, die das Unternehmen vor allem vom Breitenhagen erreichen. Dort scheinen sich Werber anderer Gasanbieter als Stadtwerke-Mitarbeiter auszugeben und unter falschen Angaben Unterschriften unter Lieferverträge zu erschleichen. Bunse rät, sich grundsätzlich den Ausweis zeigen zu lassen und weist darauf hin, dass so zustande gekommene Verträge innerhalb von 14 Tagen gekündigt werden können.

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