Burg-Projekt Audioguide hakt

Burg Altena - wie Künstlerin Ülle Buschmann die Feste sieht. Die Audioguides für eine Begehung fallen weiter aus. Foto: Bonnekoh

ALTENA -  Noch sind einige Monate Zeit. Doch spätestens zur Inbetriebnahme des Burgaufzuges im April 2014 sollte das neue Audioguide-Projekt auf der Burg Altena laufen. „Sollte“ muss man zurzeit feststellen, denn still und heimlich ist das ehrgeizige Projekt erst einmal an technischen Problemen gescheitert.

Stefan Sensen, Leiter der Museen auf Burg Altena, ist von Hause aus kein die Öffentlichkeit suchender Mann. Das Projekt, mit dem sich die Museumsleitung und damit auch Sensen in der Vergangenheit durchaus feiern ließen, hakt, das, ja das hat er lieber verschwiegen.

Hendrik Klein, Sprecher des Märkischen Kreises, bestätigte auf Anfrage nur, das ihm bekannt sei, dass es technische Probleme gäbe. „Alles weitere müsste Stefan Sensen wissen.“

Aber der war nicht erreichbar – die Woche über nicht und gestern auch nicht.

Bernd Falz, Vorsitzender des rührigen Burg-Fördervereins „Freunde der Burg Altena“, wurde mit seinem Team von Stefan Sensen schon vor einiger Zeit über den Stillstand am Hör-Führer durch die Feste und die Museen informiert. Nach seiner Erinnerung sei ein Bauteil des Computer-Herstellers Apple nicht mehr kompatibel, was für große Software-Probleme sorge und den Einsatz des an sich innovativen System unmöglich mache.

Ob diese technischen Probleme bereits angefasst sind, wann sie eventuell behoben sein könnten – auch Bernd Falz weiß nichts Genaues. Allerdings hat sein Verein einen fünfstelligen Betrag für die in vielen Sprachen zum Einsatz kommende technische Neuerung dieses „Burg-Führers“ ausgegeben. Auch Falz sagt: Museumsdirektor Stefan Sensen wisse alles darüber.

„Audioguide“ ist ein Kunstwort aus „Audio“ (lateinisch: „ich höre“) und „Guide“ (englisch: „Führer“. Audioguides sind Tonaufnahmen, die auf entsprechenden Geräten oder auch Mobiltelefonen abgespielt werden können.

von Johannes Bonnekoh

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