Günter Topmann feiert 80. Geburtstag

Altbürgermeister Günter Topmann feiert am 7. Mai 2014 seinen 80. Geburtstag. Foto: Bender

Altena - Günter Topmann wird am Mittwoch, 7. Mai 2014, 80 Jahre alt – und man kann eigentlich nur das wiederholen, was schon vor fünf Jahren über ihn geschrieben wurde: Dass er erstaunlich fit ist für sein Alter, dass er immer noch genau die kommunale- und die Weltpolitik verfolgt und sich mit scharfem Verstand seine Meinung bildet.

Nach wie vor gilt auch, dass der „Altbürgermeister“ sich aus der aktuellen Politik heraushält. Er ist wie eh und je ein guter Gesprächspartner – aber das, was er zu sagen hat, das mag er nicht gedruckt sehen. Privatmann sei er jetzt, stellt er ein ums andere Mal fest. Gesundheitssport, die Familie und der Garten – das sind die Themen, die heute sein Leben bestimmen. Und Reisen: In den Osterferien unternahm er mit Kindern und Enkeln eine Mittelmeer-Kreuzfahrt, seinen Geburtstag verbringt er mit Ehefrau Katharina in einem kleinen Hotel im Sauerland. „Das wollen wir machen, solange es noch geht“, sagt er über solche Reisen.

Dass er die Arbeit seines Nachfolger Dr. Andreas Hollstein mit Respekt verfolgt, das darf man wohl schreiben: „Ich hätte vieles nicht anders gemacht als er“, verrät das langjährige SPD-Mitglied und konstatiert, dass Kommunalpolitik heute „eher schwieriger ist“ als zu seiner Zeit. Von 1970 bis 1999 war er ehrenamtlicher Bürgermeister der Altena, von 1976 bis 1983 Bundestagsabgeordneter und von 1984 bis 1994 Mitglied des Europäischen Parlaments.

Das alles verrät Wikipedia – das Internetlexikon weiß über Topmann so viel wie über kaum einen anderen Altenaer. Topmann ist das egal: Er hat zwar einen Computer, aber das Internet ist nicht seine Welt – das erledigt, wenn es nötig ist, der Enkel für ihn.

Trotzdem ist ihm klar, welche Folgen die Digitalisierung der Gesellschaft hat: Wenn wie selbstverständlich im Internet eingekauft werde müsse man sich über die Probleme des Einzelhandels nicht wundern, sagt er nachdenklich.

Als er noch aktiv Politik gemacht hat, da hatten Gespräche mit Topmann oft eine gewisse Aufgeregtheit – ein Charakterzug, der ihm heute völlig abgeht. Diese Abgeklärtheit steht ihm gut, man mag gerne mit ihm zusammensein und bedauert manchmal ein wenig, dass das Potenzial dieses Mannes jetzt brachliegt. Er selber sieht das ganz anders, ihm gefällt seine neue Rolle – auch wenn er es sichtlich genießt, wenn ihm bei dem Gang durch die Innenstadt auch heute noch viele, viele Menschen erkennen und begrüßen. von Thomas Bender

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