Gülle auch in der Schutzzone Fuelbecke aufgebracht?

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Symbolbild

Altena -   Nicht nur ins Gewerbegebiet Rosmart wurde Gülle importiert – ein AK-Leser beobachtete das auch in der Schutzzone der Fuelbecker Talsperre.

Drei große Silozüge hätten westlich des Hemecker Weges gestanden und Gülle an einen Landwirt übergeben, der sie dann auf seine Wiesen aufgebracht habe, berichtet der Augenzeuge. Beim Umfüllen sei wenigstens einmal eine größere Menge daneben gelaufen. „Das liegt doch in der Schutzzone der Fuelbecker Talsperre“, wundert sich der Informant.

Für die Stadtwerke stellt das kein Problem dar. Es sei nicht verboten, Wiesen und Felder in der Schutzzone mit Gülle zu düngen, sagte Ralf Berlet, technischer Leiter der Unternehmens, gestern. Im konkreten Fall sei die Jauche nach seinem Kenntnisstand auch nur im Schutzgebiet umgepumpt worden. Aufgebracht habe der Landwirt sie dann im Bereich Seckel und damit außerhalb des Schutzbereichs.

Berlet wurde von dem Augenzeugen informiert und schaltete vorsichtshalber die untere Wasserbehörde ein. Von dort sei ebenfalls bestätigt worden, dass alles korrekt gelaufen sei, sagte Berlet gestern. Die Gülle sei im so genannten Hochdruckinjektionsverfahren aufgebracht worden. Dabei dringe sie sofort in den Boden ein, im Gegensatz zu den früher üblichen Verfahren könne sie nicht mehr durch Starkregen in das nächste Gewässer gespült werden. Der Stadtwerke-Mitarbeiter wies außerdem darauf hin, dass eine Düngerverordnung des Landes den Umgang mit der Gülle sehr detailliert regele. Es werde auch – und anderem von der Landwirtschaftskammer – überwacht, ob die Bauern sich daran halten. - ben.-

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