GSG-Gruppe der Wehr: 60 Helfer stecken im Stoff

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Was ist wo und wofür ist es gut? Bei regelmäßigen Übungsabenden arbeiten die Feuerwehrleute aus den Löschgruppen mit den Materialien, die für Chemieunfälle vorgehalten werden.

Altena - Wenn es in der Beize einer Altenaer Drahtzieherei zu einer Leckage kommt, auf der B 236 ein Tankwagen verunglückt oder Schüler nach dem Chemieunterricht über Übelkeit klagen, dann kommt die Löschgruppe Knerling zum Einsatz.

Sie ist auf Unfälle mit „gefährlichen Stoffen und Gütern“ (GSG) spezialisiert. Speziell diese Löschgruppe ist allerdings von Nachwuchsproblemen geplagt: Sie hat nur noch 14 Mitglieder – viel zu wenig für die personalintensiven Aufgaben, die bei Chemieunfällen auf die Wehr warten können. 

Der Regelfall sei, dass in diesen (zum Glück seltenen) Fällen deutlich mehr Einsatzkräfte alarmiert werden müssten als nur die vom Knerling, erklärt Franco Lars Cali, seines Zeichens Löschgruppenführer am Knerling. Vor diesem Hintergrund entwickelte er gemeinsam mit der Wehrführung das Konzept eines löschruppenübergreifenden GSG-Trupps. 

Miteinander von Freiwilligen und Hauptamtlichen

Material und Know-how werden zwar nach wie vor am Knerling gebündelt, es gibt aber auch in allen anderen Löschgruppen Helfer, die mit Vollschutzanzügen, Dekontaminierungsstationen, Fasspumpen, Laptops mit Schadstoffdatenbanken und den vielen anderen „Spezialitäten“ bei GSG-Einsätzen umgehen können. 

Etwa 60 Feuerwehrmänner und -frauen haben sich zur Mitarbeit bereit erklärt. „Das ist dann schon eine schlagfertige Truppe“, freut sich Cali und lobt, dass es auch in dieser Einheit das in Altenas Wehr übliche gute Miteinander von freiwilligen und hauptamtlichen Feuerwehrleuten gibt. 

„Auch die Werksfeuerwehr von VDM Metals macht bei uns mit“, berichtet er. Die muss natürlich immer auf dem Laufenden gehalten werden. Dazu gibt es gelegentlich große Übungen, vor allem aber regelmäßige Übungsabende wie zuletzt im Feuerwehrgerätehaus Rosmart. 

Warum muss die Fasspumpe geerdet werden? Wie geht das, wo befindet sich das dafür benötigte Material? – das waren nur einige der Fragen, denen die Feuerwehrleute unter sachkundiger Anleitung der Spezialisten vom Knerling auf den Grund gingen.

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