Stephen King-Klassiker

ES 2: Gruselclown geistert durch Altenas Kino

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Im Arm des Gruselclowns aus ES befindet sich Kinochefin Nicole Güldner.

Altena – ES ist wieder da. Und er geistert durch das Apollo-Service-Kino in Altena. Mit ihm hat das Kino 10.000 Euro gewonnen.

Wenn der zweite Teil von Stephen Kings Grusel-Klassiker am 5. September in die Kinos kommt, dann verfügt Apollo-Chefin Nicole Güldner über einen Werbeetat in einem noch nie gekannten Ausmaß. 10 000 Euro kann sie ausgeben, um ES 2 zu bewerben. „Ich weiß noch gar nicht, wie ich das ganze Geld ausgeben soll“, sagt die 52-Jährige. 

Zum Kinostart des Horrorfilms hat die Film- und Fernsehgesellschaft Warner Bros. Entertainment deutsche Kinos dazu aufgerufen, Marketingideen für ES 2 zu entwickeln. „Das hat unsere kreative Ader gelockt“, erinnert sich Kino-Mitarbeiterin Tanja Graumann, die mit ihrem Kollegen Alexander Hollstein und Nicole Güldner auf Ideensuche ging. 

Cocktail und Deko zum Film

Tischdeko? Im ersten ES-Film spielt ein Papierschiffchen eine Rolle. Also wurde gebastelt, die SS Georgie (so heißt einer der Filmhelden) wurde dann mit Textausrissen aus Steven Kings Roman beklebt. 

Ein Cocktail zum Film? Na klar, das ist schließlich ein Markenzeichen des Apollo-Service-Kinos. Für ES werden Gin, Maracujasaft, Limettensaft und Grenadine gemischt und mit einem Clown und einem Luftballon dekoriert. 

Beides spielt im Film eine zentrale Rolle: ES ist ein mordender Clown, der nur im Zusammenhang mit seinen Taten sichtbar wird. Dass er im Anmarsch ist, zeigt allerdings immer sein roter Luftballon. 

Altenaer Filmemacher an Bord

Gemeinsam mit dem Altenaer Filmemacher Sascha Goldbach dachte das Kino-Team darüber nach, wie Clown und Luftballon in einen auf das Apollo zugeschnittenen Trailer eingebaut werden können. 

Ergebnis: Der Ballon schwebt aus einem Abbruchhaus in der Nette zum Kino, dort die Treppe hoch und in den Saal, wo der Clown leibhaftig wird und die Kinobesucher fast zu Tode erschreckt. 

Das war wohl das Tüpfelchen auf dem Marketing-i, das die Jury überzeugt hat. Güldner: „Als wir einen Anruf erhielten, dass wir zur Filmmesse in Köln kommen sollten, da war zumindest klar, dass unser Beitrag zu den Gewinnern gehören könnte.“

Platz 1 beschert Werbung

Umso größer war der Jubel, als es Platz eins geworden war. Die Ehrung holten Tanja Graumann, Alexander Hollstein und Kameramann Kai Bogatzki ab. Natürlich freue sie sich auch über die 10 000 Euro, sagt Güldner. 

Wichtig ist ihr aber auch, dass das Kino im Gespräch bleibt: Wenn die Verleiher wüssten, dass in Altena kreativ gearbeitet wird, dann könne das auch dazu führen, dass sie bei der Entscheidung darüber, wann welcher Film gezeigt werden darf, Startvorteile bekomme. Mindestens genauso wichtig wie Ruhm, Geld und Ehre ist ihr aber das: „Die Arbeit mit Sascha Goldbach und den anderen Jungs hat richtig viel Spaß gemacht."

Gruselige Szenen im Apollo-Kino

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