Grundstücksmarktbericht erschienen

Viele zieht‘s nach Altena

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Haus zu verkaufen - diese Schilder sieht man in Altena immer seltener.

Immobilien in Altena sind so begehrt wie schon lange nicht mehr. Das geht aus dem gerade erschienenen Grundstücksmarktbericht hervor. Aus ihm ergibt sich, dass die Zahl der Grundstücksverkäufe im vergangenen Jahr um 35 Prozent zugelegt hat.

Altena – Wenig Sonne, ein schäbiges Mehrfamilienhaus gleich nebenan – und trotzdem ist es der Baugesellschaft gelungen, ihre Grundstücke an der Ecke Hegenscheider Weg/Feldstraße komplett zu verkaufen. Die ersten Häuser stehen schon, weitere sind in Planung. Fast alle Bauherren kämen von außerhalb, berichtet der Baugesellschaftsvorstand Manfred Haupt und macht keinen Hehl daraus, dass die Vermarktung der Flächen auch wegen des günstigen Kaufpreises so erfolgreich war. Auffällig ist auch, dass die Grundstücke dort eher klein sind.

Auch ein Blick in den gerade erschienen Grundstücksmarktbericht des Märkischen Kreises zeigt, dass Immobilien in Altena sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Der so genannte Gutachterausschuss hat auch 2020 alle Kauffälle in den kleinen und mittleren Kreis-Kommunen unter die Lupe genommen (Iserlohn und Lüdenscheid haben eigene Grundstücksmarktberichte). „Die Anzahl der Immobilienverkäufe liegt leicht über dem Ergebnis des Vorjahres.“, sagt Christiane Strauch, Vorsitzende des Gutachterausschusses zum Gesamtergebnis. 3000 Kaufverträge über bebaute und unbebaute Grundstücke wurden ausgewertet, das waren 45 mehr als 2019. In Kommunen wie Hemer, Herscheid und Kierspe gingen die Grundstücksverkäufe sogar zurück. Ganz andere Zahlen werden aus Altena gemeldet: 201 „Kauffälle“ in der Burgsstadt bedeuten im Vergleich zu 2019 ein sattes Plus von 35 Prozent. Noch stärker steigen die Umsätze: 26,2 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr für Grundstücke in Altena ausgeben. 2019 lag der Umsatz bei nur 17,9 Millionen Euro.

Das dürfte auch daran liegen, dass sich der Flächenumsatz mehr als verdoppelt hat: 38,7 Hektar wurden verkauft. Das entspricht der Fläche von 55 Fußballfeldern und spricht dafür, dass auch größere land- oder forstwirtschaftliche Flächen den Eigentümer gewechselt haben.

In den meisten Fällen geht’s jedoch ums Eigenheim. Das zeigt eine Aufschlüsselung nach sogenannten Teilmärkten. Danach wurden im vergangenen Jahr in Altena 106 gebrauchte Wohnhäuser verkauft und 13 Baugrundstücke. Darüber hinaus wechselten 37 Eigentumswohnungen die Besitzer.

Ein Blick auf die Preise: Etwas mehr als 18 Millionen Euro brachten die gebrauchten Häuser ein – das sind im Schnitt knapp 170 000 Euro. Eine Eigentumswohnung kostet in Altena durchschnittlich 72 500 Euro. Vergleicht man diese Zahlen mit denen anderer Kommunen, dann fällt auf, dass Immobilien in Altena nach wie vor recht günstig sind. Besonders teuer ist es im Nordkreis: Ein gebrauchtes Haus in Menden kostet im Schnitt 238 000 Euro, der Durchschnittspreis für eine Eigentumswohnung beträgt dort knapp 150000 Euro. Auch das dürfte ein Grund für den boomenden Markt in Altena sein.

Das zunehmende Interesse hat auch Auswirkungen auf den so genannten Bodenrichtwert. Bisher wurde er für Altena mit 65 bis 90 Euro angegeben, jetzt stieg er auf 70 bis 95 Euro.

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