Grundschulen gemeinsam „auf der sicheren Seite“

Karl Heinz Zündorf.

ALTENA – Langsam aber sicher wachsen sie zusammen, die Grundschulen Dahle und Evingsen. Im November 2009 hatte das Stadtparlament beschlossen, dass zur Sicherung des Bestandes der Weg in Richtung Verbundschule eingeschlagen wird.

Karl Heinz Zündorf, derzeit noch Schulleiter in Evingsen – und kommissarischer Leiter in Dahle – hat sich an der Westerfelder Straße schon etwas eingerichtet. Seit Anfang der Woche trägt die Schule gemäß einer Verfügung der Bezirksregierung nun offiziell den Namen „Gemeinschaftsgrundschule Dahle-Evingsen“. Für diese Bezeichnung hatte sich der Schulausschuss Ende November ausgesprochen. Eine erste gemeinsame Schulkonferenz hatte es übrigens schon am 29. September vergangenen Jahres gegeben. Dort war der einstimmige Beschluss gefasst worden, dass die Schaffung eines Schulverbandes der richtige Weg ist. „Beide Schulen“, so Karl Heinz Zündorf, waren bei den Schülerzahlen in einen Bereich gelangt, der die Standorte auf mittlere Sicht gefährdet hätte. Jetzt aber sei man mit zusammen 270 Schülern „auf der sicheren Seite“. Die beiden Elemente des Verbundes stellen im Übrigen etwa gleich starke Anteile, wobei Evingsen „minimal mehr Schüler“ mitbringt.

Zum 1. August, also mit Beginn des neuen Schuljahres, wird es dann „eine Schule an zwei Standorten“ geben, wie es Karl-Heinz Zündorf beschreibt. Alle Wege dorthin und die notwendigen innerschulischen Prozesse habe man „sehr transparent“ gemacht. Zur inhaltlichen Gestaltung des Schulalltags wurde eine Steuerungsgruppe gebildet, die mit je zwei Mitgliedern aus Dahle und Evingsen besetzt ist. Derzeit entsteht zudem ein Leitbild, für das es derzeit als Grundlage ein dreiseitiges Arbeitspapier gibt, und ein Konzept für einen Schwerpunkt auf naturwissenschaftlichen Themen. Ein zweiter Schulschwerpunkt soll das Lesen sein.

Insgesamt erhofft sich der Schulleiter vom Verbund „gewisse Synergieeffekte“. So sei es zum Beispiel möglich, hinsichtlich der Lehrerstellen die Ressourcen besser auszunutzen. Zündorf führt ein eingängiges Beispiel an: An der Evingser Schule gibt es derzeit drei Lehrkräfte für Religion, an der Dahler Schule nur einen Lehrer. Da liege es nahe, an der Westerfelder Straße mit einer Kraft aus Evingsen auszuhelfen. Diese Aufgabe übernimmt derzeit Zündorf selbst.

Waren übrigens bisher beide Schulen zweizügig, so wird der Verbund dreizügig und damit etwas dezimiert an den Start gehen. Dies ist ein sichtbares Ergebnis der sinkenden Schülerzahl. –tk

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