Grundschulen in Altena und Nachrodt begrüßen Erstklässler

„Maskenball“ zum Schulbeginn

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Nur außerhalb des Schulgeländes konnten sich die Dahler Erstklässler ohne Maske bewegen.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde - Unter besonderen Vorzeichen sind die Erstklässler in diesen Tagen ins Schulleben gestartet. Wir verschaffen hier einen Überblick über den Einschulungstag unter Corona-Bedingungen.

Grundschule im Mühlendorf

Seine Maske trägt Phil an seinem ersten Schultag am Grundschulstandort Mühlendorf, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt: „Er ist schon etwas länger sechs Jahre alt und hat sich an die Maske gewöhnt, weil er sie ja beim Einkaufen schon anziehen musste“, erklärt seine Mutter. Nur mit den Abstandsregeln klappt es noch nicht so gut – seine beiden Kumpel Tim und Leon jedenfalls begrüßt Phil mit Umarmungen. Die beiden sind die einzigen, die bei der Einschulungsfeier auf dem Schulhof direkt nebeneinander sitzen dürfen – „weil wir doch Zwillinge sind“, erklären sie.

Zwei erste Klassen gibt es in diesem Jahr im Mühlendorf, für jede gab es gestern eine separate Einschulungsfeier auf dem Schulhof – „man muss ja heute froh sein, wenn es überhaupt was gibt“, sagte Phils Vater auch mit Blick gen Himmel, der sich kurz vor Beginn der zweiten Feier zuzog. Dann blieb es dann aber doch trocken und Kyra Leweke konnte Schüler und Eltern begrüßen. Sie vertrat Schulleiter Wolfgang Wilbers, der zu diesem Zeitpunkt die Lernanfänger am Standort Dahle willkommen hieß.

Nach kurzen Auffühungen durch die Klassen 3b und 4a ging es dann mit Klassenlehrerin Tanja Weber zur ersten Schulstunde. Die 1a war da schon fertig und hatte das Schulgebäude mit Klassenlehrerin Sandy Kampshoff durch den Hinterausgang verlassen – solche „Kreisverkehre“ gehören wegen Corona neuerdings zum Schulalltag.

Grundschule Dahle

19 Kinder, 22 Grad Außentemperatur – nicht mehr so heiß wie an den Vortagen – und kein Regen. Nahezu ideale Bedingungen für die Einschulung an der Westerfelder Straße – wenn da nicht Corona wäre. 19 Stühle mit dem Namen eines jeden i-Männchens standen auf dem Schulhof, wo die Kinder begrüßt wurden. Schulleiter Wolfgang Wilbers erinnerte bei der Begrüßung an die ungewöhnlichen Zeiten, in denen die Einschulung stattfand. Vor einem ersten Fototrermin auf der Treppe der Schule sagte er in Anspielung an die Maskenpflicht: „In 20 Jahren werdet ihr euch wundern, wie ihr damals aussaht.“ Er hoffe dass dies die einzige Schülergeneration sein wird, die unter Coronaschutz-Vorgaben eingeschult wird. Eine Mutter kommentierte die Fotozermonie mit dem Satz: „Lächeln bringt jetzt nicht viel.“

Von Klassenlehrerin Marion Hücking wurden die Erstklässler in ihre Klasse geführt. Sie bilden die 1c.

Es ergab sich eine längere Pause: Auf einem Tisch etwas abseits standen Flaschen mit Mineralwasser bereit. Eltern, die einen etwas trinken, wollten, hielten sich außerhalb des Schulgeländes auf, zum Beispiel auf dem Bürgersteig an der Westerfelder Straße. Zu ihnen gehörten gestern auch Daniela Grefe und Carmen Goseberg. „Eher spartanisch“ fand Daniela Grefe aber sie war sich einig mit Carmen Goseberg, dass die Schulleitung sich natürlich an die Vorgaben aus dem Schulmisterium zum Coronaschutz halten muss.

„Da macht man nichts“, meinte Grefe. „Sie geben sich aber Mühe, es schön zu machen“, befand Carmen Goseberg. An grundlegende Regeln zum Coronaschutz seien die Junioren ja auch schon aus dem Kindergarten gewöhnt.

Schulleiter Wolfgang Wilbers erinnerte daran, dass andere Einschulungsjahrgänge jeweils Paten aus den vierten Klassen hatten, die ihnen bei der Eingewöhnung in den Schulalltag zur Seite standen. „Das hat sich gut bewährt, aber in diesem Jahr geht es leider nicht.“

Grundschule Nachrodt und Wiblingwerde

Die Einschulung an der Ehrenmalstraße und an der Nachrodter Straße verlief in einem „kleinen, aber netten Rahmen“, berichtet Schulleiterin Carst Coenen.

Es gab sogar ein kleines Rahmenprogramm: Die Kinder des 3. und 4. Schuljahres haben eine Kleinigkeit vorgeführt und dabei die Geschichte vom Löwen und seinem ersten Schultag erzählt. Es gab außerdem einen Schultornister- Rap.

Die Erstklässler saßen auf festen, mit ihren Namen versehenen Stühlen, auf dem Schulhof. Jedes i-Männchen durfte zwei Begleitpersonen mitbringen.

Und es wurde auch an später gedacht: Nach der Vorführung wurde das Klassenfoto gemacht, dann ging es zur ersten Unterrichtsstunde in die Klassenräume. Die Eltern erhalten das Klassenfoto und auch ein Foto ihres Kindes im Klassenzimmer übrigens in den nächsten Tagen.

Statt der sonst üblichen Cafeteria gab es an der Ehrenmalstraße kleine Wasserflaschen zur Selbstbedienung.

„Alles in allem ein harmonischer Start im Rahmen der derzeitigen Möglichkeiten“, lautet die Bilanz der Schulleiterin.

Grundschule am Breitenhagen

An der Grundschule am Breitenhagen wurden zwei Klassen eingeschult. In der Klasse 1a von Lehrerin Daniela Endrowait gibt es 18 Kinder, die Klasse 1b von Carola Hirtzbruch besuchen 20 Kinder.

Sekundarschule

In der Nachrodter Lennehalle fand gestern in drei Blöcken die Begrüßung der neuen Fünftklässler der Sekundarschule Altena/Nachrodt-Wiblingwerde statt. Es waren trotz aller Hygieneregeln und Corona-Schutzmaßnahmen rundum gelungene Feiern. Von der Lennehalle aus ging es für die insgesamt 66 Mädchen und Jungs dann hinüber ins Schulgebäude, in dem sie die erste gemeinsame Schulstunde mit dem Klassenleitungsteam erlebten.

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