Grünewiese: Kraftakt einer Gemeinschaft

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Das brandgeschädigte Gebäude neben dem Gemeindehaus Grünewiese Nummer 40 wird jetzt saniert. ▪

ALTENA ▪ Die Sanierung des zum Gemeindehaus der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Grünewiese gehörenden Nebengebäudes hat am Mittwoch begonnen. Die Räume sollen nach Fertigstellung für die Gemeindearbeit genutzt werden.

Am 30. September 2011 war die Hausmeisterwohnung im Obergeschoss des Gebäudes in Grünewiese 40 komplett ausgebrannt. Die jetzt gestarteten Bauarbeiten konnten erst nach Abschluss der Neuplanung und des Genehmigungsverfahrens beginnen. Die Genehmigung für das neue Konzept war Ende März eingetroffen.

Im Obergeschoss wird ein großer Seminarraum geschaffen, in dem zum Beispiel das Frauenfrühstückstreffen und das „Café Oase“ ausgerichtet werden können. Im Erdgeschoss werden Gruppenräume eingerichtet. Auch eine dringend benötigte behindertengerechte Toilette wird eingebaut. Die Kosten werden zum größten Teil von der Versicherung der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Günewiese übernommen. Die Höhe des Eigenanteils, den die Gemeinde aufbringen muss, ist – wie es heißt – zurzeit „noch nicht bezifferbar“.

51 Mitglieder tragen aktuell die Gemeinde, wie Ernst Buchholtz auf Anfrage bestätigte. Er ist Gemeindevorsteher und in diesem Amt von allen Christen auf die Dauer von sechs Jahren gewählt.

Die Geschichte der Freikirche geht zurück auf das Ende des 19. Jahrhunderts. Auf der übersichtlichen Homepage der Gemeinde heißt es dazu: „Im Jahre 1927/28 errichtete eine kleine Gruppe, die zu der Gemeinde Lüdenscheid gehörte, die erste Kapelle. Darin fand man ausreichend Raum für Gottesdienste, Kinder- und Jugendarbeit. In jener Zeit entstand auch der erste Gemeindechor, der viele Jahre von Adolf Rüggeberg geleitet wurde.“

Selbstständig wurde die Gemeinde Grünewiese am 1. April 1955. Sie gehört heute dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden an. Das ist ein Zusammenschluss von über 930 Gemeinden und Zweiggemeinden mit über 87 000 Mitgliedern. Zum Bund gehören ein international tätiges Missionswerk, die Europäische Baptistische Mission, sowie zahlreiche diakonische Einrichtungen wie Krankenhäuser, Altenpflegeheime, Beratungsstellen und Kindergärten. Obwohl es auf der Homepage heißt: „Wir sind evangelisch“, wird die Freikirche nicht von der Kirchensteuer finanziert. Ihre Mitglieder müssen sie auch nicht abführen. „Wir finanzieren uns ausschließlich über Spenden und die Mitgliedsbeiträge der Gemeindeglieder“, erläutert Ernst Buchholtz.

Die Arbeit im Gemeindezentrum Grünewiese „ruhe auf einen historisch gewachsenen Fundament und Umfeld“, unterstreicht der Gemeindevorsteher. Er ist einer von vielen im Leitungskreis, der alle vier Jahre neu gewählt wird. Das auch heute noch genutzte Gemeindehaus entstand 1966 und wurde sieben Jahre später erweitert. Im Mittelpunkt der Aktivitäten der Freikirche steht natürlich die Feier des Gottesdienstes an jedem Sonntag. Hinzu kommen regelmäßige Gebetsabende, Bibelgesprächskreise, der Jugendbibelkreis und der eigene Jugendtreff. ▪ ih/job

Kontakt: ernstbuch@unitybox.de

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