Grüne: Jeder Wahlbezirk wird besetzt

Die Bündnis-Grüne-Wahlmannschaft für die Kommunalwahl am 25. Mai. Foto: Bender

ALTENA - Die programmatische Arbeit stand am Mittwochabend im Mittelpunkt eines Ortsparteitags der Grünen – sie sind damit in Altena die ersten, die klare Aussagen für die Kommualwahl im Mai formulierten.

Folgende Kandidaten wurden  bei den Grünen aufgestellt:

Knerling/Brachtenbeck: Raimund Richter

Pragpaul/Tiergarten: Matthias Rüth

Mühlendorf 1: Katrin Held

Mühlendorf 2: Marion Derer

Innenstadt: Oliver Held

Werdohler Straße/Buchholz: Heinrich Hojda

Nettenscheid/Nette/Steinwinkel: Dr. Rita Rüth

Evingsen 1: Judith Schmitz

Evingsen 2: Ricarda Rüth

Dahle 1: Monika Hojda

Dahle 2: Manuel Bußmann

Burg Holtzbrinck: Anna Hinz

Drescheider Berg/unterer Breitenhagen: Inga Nierhoff

oberer Breitenhagen: Gudrun Nierhoff

Mühlenrahmede/Rosmart: Dieter Vogt

Altroggenrahmede: Dominik Nierhoff

Die Reserveliste (in Reihenfolge der Besetzung): Oliver Held, Dr. Rita Rüth, Anna Hinz, Inga Nierhoff, Manuel Bußmann

Schon das erste Kapitel macht auf die Risiken und Nebenwirkungen der künftigen politischen Arbeit in Altena aufmerksam: Man wisse, „dass der Vorbehalt der Finanzierbarkeit über vielen Vorschlägen schwebt“. Trotzdem werde die Partei weiter an der finanziellen Konsolidierung mitarbeiten.

Professionalisierung fordern die Grünen in Sachen Fremdenverkehr: Ein Tourismusmanager müsse für die professionelle Vermarktung des „neuen“ Altena sorgen. Einige Verbesserungen seien noch denkbar, die Lenne könne dabei im Mittelpunkt stehen – zum Beispiel, wenn an der Steinernen Brücke ein Sandstrand mit Brückencafé geschaffen werde. Wichtig sei auch, dass nach jahrelanger Konzentration auf die Innenstadt nun auch die Stadtteile in das touristische Konzept eingebunden würden.

Rosmart ist für die Grünen nach wie vor das Sinnbild für Landschaftszerstörung und Geldverschwendung – die Reaktivierung von Brachen sei viel besser dazu geeignet, die Wirtschaft zu fördern. Auch ein Gewerbehof sei denkbar, um Existenzgründern den Start zu erleichtern.

Radweg, Verbesserungen des Nahverkehrsangebotes, Tankstelle für E-Autos, Solaranlagen – breiten Raum nehmen die umweltpolitischen Forderungen ein. Mit dem kulturellen Angebot sind die Grünen zufrieden, sie wollen es in seiner Vielfalt erhalten. „Unverzichtbar“ sei das Frei- und Hallenbad. Auf dem Schulsektor führe an der Reduzierung auf drei Grundschulen „leider“ kein Weg vorbei. In einem nächsten Schritt gelte es, das von der Landesregierung gewünschte inklusive Schulsystem aktiv mitzugestalten.

Gast bei den Grünen war John Haberle, der erst in der vergangenen Woche gewählte Landratskandidat der Grünen. Für ihn sei der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs mit der Verbesserung der Anbindung auch an die benachbarten Ballungsräume wichtig, sagte er. Außerdem müsse sich die Politik stärker als bisher um das Thema Integration kümmern und erkennen, dass es dabei nicht darum gehe, Migranten sozusagen „einzudeutschen“.

Haberle hatte am Mittwoch bei „Hugo inne Schledde“ noch eine andere Aufgabe: Er leitete die sich anschließende Aufstellung der Wahlkreiskandidaten und der Kandidaten für die Reserveliste. Bei diesem Punkte bekamen es die Altenaer mit dem Quorum zu tun: Die Statuten der Partei sehen zwingend vor, dass auf Platz eins eine Frau zu setzen ist. Davon gibt es viele in der grünen Kandidatenriege, es wollte aber keine an so herausragender Stelle stehen. Erst als die in der Versammlung anwesenden Frauen (nur sie durften dazu abstimmen) grünes Licht gegeben hatten, konnte Oliver Held auf Platz eins der Reserveliste gewählt werden. - von Thomas Bender

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