Gründerzeithaus in Altenaer Bahnhofstraße wird saniert

ALTENA – Das Haus Bahnhofstraße 13 hat eine lange Geschichte. Es war Standort der Volksbank, über Jahrzehnte Wohnhaus und beherbergt zur Zeit eine Arztpraxis. Doch schon bald wird das Gründerzeitgebäude, das 1909 errichtet wurde, in neuem Glanz erstrahlen.

„Wir haben das Anwesen kürzlich erworben und werden es behutsam sanieren“, sagt Rechtsanwalt Stefan Schmale. Noch ist er gemeinsam mit seinem Partner Patrick Vanderschmidt fast in Sichtweite an der Gerichtstraße 1 mit seiner Kanzlei ansässig. „Doch schon im September wollen wir das Haus auf Vordermann gebracht haben und dann auch hierher mit unserer Kanzlei umziehen.“

„Das Gebäude“, so schwärmt der 38-Jährige, „ist sicher eines der schönsten Häuser Altenas an dieser stadtbildprägenden Straße. Gemeinsam mit örtlichen Handwerkern wollen wir dem Haus seinen alten Charme wiedergeben.“

Zur Erinnerung: Einst fuhr die Altenaer Kreisbahn hier vorbei, waren Bahnhofstraße und der dazugehörige Gehweg mit rundem Kopfsteinpflaster belegt. „Und am Haus selbst konnte man sogar noch den Ruß der Lokomotiven vom nahen Bahnhof erkennen“, sagt der Bauherr.

Von Willi Prösser aus Dahle besorgte sich Schmale die original Pläne und die historische Baugenehmigung. „Alles ist noch in Sütterlin-Schrift gehalten, für uns heute irgendwie schwer zu lesen“, sagt der Anwalt.

Ihn und seinen Partner stört, dass zurzeit das so genannte Sichtmauerwerk des stattlichen Hauses „irgendwann in den 1960er Jahren ausgemalt wurde. Dabei hatte ein Steinmetz viele Details des scharrierten Betons herausgearbeitet, die wir wieder zu neuem Leben erwecken möchten. Wir sind der Ansicht, gerade das macht das Besondere dieses Gebäudes aus. Es wird deshalb zunächst von Fachleuten sandgestrahlt und in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt.“ Die Farben, die jetzt vieles überdecken, möchte das Bauherren-Team Schmale-Vanderschmidt völlig verschwinden lassen.

Das Anwesen Bahnhofstraße 13 selbst steht nicht unter Denkmalschutz, „doch werden wir im Einvernehmen mit der Denkmalbehörde bei der Sanierung ganz behutsam zu Werke gehen“, verspricht Schmale. Er hofft, dass der momentane Mieter, ein praktischer Arzt, dem Haus nahe der Fritz-Berg-Brücke erhalten bleibt. „Wenn alles klappt, sind wir bereits im September fertig.“

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