Großtauschtag: Viele fuhren hunderte von Kilometern

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Gut besucht war die Großtauschbörse der Briefmarkenfreunde Altena.

ALTENA - Das Buch der Bücher für die Briefmarkenfreunde Altena begann Sonntag, 3. Februar, mit dem Großbuchstaben „M“. Denn ohne den Michelkatalog ging gestern im Obergeschoss der Burg Holtzbrinck gar nichts. Der Katalog, der dezidiert über alle Bereiche der Philatelie und Münzen sowie Geldscheine Auskunft gibt, wurde beim Großtauschtag immer wieder bemüht.

„Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden“, bilanzierte Heinz-Gerd Rump, der dem kleinen Altenaer Verein vorsteht. So konnten er und seine Kollegen „allein gegen 11 Uhr mehr als 70 Besucher begrüßen. Manche mussten gar Wartezeiten auf dem Flur in Kauf nehmen“, sagte der Vorsitzende der Briefmarkenfreunde.

Alles drehte sich gestern bis zum frühen Nachmittag um Briefmarken, Länder-, Motiv- und Briefsammlungen aber auch Rollen- und Bogenmarken. Viele „Profis“ unter den Sammlern hatten teils weite Wege in Kauf genommen, um in der Burgstadt auch Ersttagsbriefe, Ersttagsblätter, Viererblocks oder so genannte Endstreifen anzusehen und gegebenenfalls zu tauschen.

„Das Hobby lebt vom Tauschen. Nicht alles, was man haben möchte, kann man sich auch kaufen“, sagte ein Sammler, der eigens aus Wetzlar angereist war.

Und eine Seniorin hatte nach dem Ordnen des Nachlasses ihres verstorbenen Mannes „so viele schöne Marken gefunden, da möchte ich doch wissen, sind die auch etwas Wert, wenn ich sie verkaufen würde?“

Briefmarkentausch lebe vom Fachgespräch, aber auch vom Vertrauen, sagte ein Sammler. Er bedauerte, dass es aktuell wohl zu viele „Senioren in unserem Kreise gibt. Die Jugend fehlt so ein bisschen. Ich sage immer: Wer einmal beginnt, sich mit der Welt der Briefmarken zu beschäftigen, den lässt diese Leidenschaft nie mehr los.“

Dass alle Gäste natürlich mit Kuchen, heißen Getränken und kleinen Snacks verwöhnt wurden, versteht sich wohl von selbst.

Doch ein Sensationstausch á la Blauer Mauritius blieb Sonntag aus. Dafür, und da waren sich Gäste und Anbieter einig, „haben wir einen interessanten Tag erlebt.“

Und so manche Marke klebte am Ende des Großtauschtages in einem anderen Album. „Ich habe endlich eine römische Münze gefunden, die ich schon lange haben wollte“, sagte ein Sammler aus Osnabrück. „Da haben sich die vielen Kilometer Fahrt schon gelohnt.“

von Johannes Bonnekoh

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