Großes Suchaufgebot kostet bis zu 40.000 Euro

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Eine mobile Einsatzleitstelle wurde eingerichtet, um das Großaufgebot zu koordinieren.

Altena - Für eine Hilfeleistung ohne Verursacher, wie sie Feuerwehr, Polizei, DRK und THW am Sonntagabend, 8. Mai, leisteten, muss niemand aufkommen, der die Rettungskräfte alarmiert. „Die Anwohner haben richtig gehandelt, indem sie Hilfe gerufen haben, auch wenn wir keine vermissten Personen angetroffen haben“, betont Wehrleiter Alexander Grass.

Er schätzt die entstandenen Gesamtkosten des Einsatzes auf 30.000 bis 40.000 Euro. Es war ein spektakuläres Aufgebot an Helfern und Hilfsmitteln: Hubschrauber, Hundestaffel, Drehleiter und „Menpower“ in Form von rund 70 Leuten.

Rund vier Stunden waren sie am Schwarzenstein im Einsatz, um das Gebiet nach eventuell verletzten oder gar verschütteten Menschen zu durchkämmen - „da kommt schon ein Sümmchen zusammen“, weiß Alexander Grass.

Nachdem auch die THW-Suchhunde aus dem Münsterland am späten Abend keine Fährte aufnehmen konnten, beschloss die Einsatzleitung, die Suche abzubrechen. „Bei Dunkelheit hätten wir das ohnehin tun müssen“, erklärt Alexander Grass.

„Es war zu diesem Zeitpunkt allerdings auch weitgehend auszuschließen, dass sich noch Menschen in der Brache befanden. Wir haben von beiden Seiten gesucht, sind auch im Bereich der Lenne gewesen. Es waren keine Einsturzspuren zu finden, keine Hilferufe zu hören. Auch im Sinne der Helfer muss irgendwann entschieden werden, dass Schluss ist, zumal ja auch keine Person als vermisst galt an dem Abend“, so Grass.

Dass Personen ein wenig in dem im Besitz der Familie Itani Gebäude randaliert haben, ist wahrscheinlich. Die direkten Nachbarn hören öfter Geräusche aus dem einsturzgefährdeten Industriekomplex.

Nachdem ein Geräusch, ähnlich dem einer einstürzenden Mauer, ertönt war und die Stimmen verstummt waren, riefen die Anwohner Hilfe. Die Brache ist umzäunt, „Zutritt verboten“ steht am Eingangstor.

Wäre parallel zum Sucheinsatz ein weiterer Notfall eingetreten, hätte womöglich eine Drehleiter aus Werdohl angefordert werden müssen. Die Einsatzkräfte an der Brache waren ja hier gebunden.

Darüber sollte nachdenken, wer Anwohner mit einem vermeintlichen Späßchen dermaßen verunsichert, dass sie Hilfe alarmieren.

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