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Gespräche mit potenziellen Mietern

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Von: Thomas Keim

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Das Stapelcenter ist nahezu leer.
Das Stapelcenter ist nahezu leer. © Bonnekoh

Anna Laura Liebscher kennt das Stapelcenter mittlerweile sehr gut. Es genießt ihre besondere Aufmerksamkeit, denn Liebscher ist Senior Asset Managerin im Auftrag der Firma FCR Immobilien AG in Pullach bei München. Es ist ihre Aufgabe, die Immobilie mit dem großem Leerstand wieder an Mieter zu bringen. Sicherlich kein leichtes Unterfangen.

Altena – Aber Anna Laura Liebscher ist optimistisch: Das Objekt beschreibt sie als „sehr spannend. In dieser Form ist es selten.“ Bei FCR Immobilien sei es bekannt, „dass vor Ort Bedarf besteht.“ Man komme zwar derzeit nicht mit hohem Tempo voran, „aber nach und nach sollen die Flächen wieder belebt werden“, sagt die Immobilien-Fachfrau.

Rückschläge durch Corona

Dazu sei man in Gesprächen mit potenziellen Mietern. Näher in die Karten gucken lässt sich Liebscher noch nicht, denn es sollen erst unterschriebene Verträge auf dem Tisch liegen. Immerhin ist zu erfahren, dass ein Mieter konkret an 1100 Quadratmetern Fläche interessiert ist. Für einen anderen Interessenten sei noch eine Nutzungsänderung erforderlich.

Natürlich habe es Rückschläge durch Corona gegeben, aber: „Es nimmt wieder Formen an. Wir nehmen einen positiven Trend wahr.“ Trotzdem gebe es eben „kleine Stolpersteinchen.“

Große Fläche kaum am Stück zu vermarkten

Es sei klar, dass in Altena „ein Lebensmittler ersehnt wird. Wir sind da guter Hoffnung.“ Möglicherweise werde es sich um etwas kleinere Dimensionen handeln als beim ehemaligen Toom. „Eine so große Fläche am Stück zu vermieten, ist eher nicht realistisch“, meint Anna Laura Liebscher. Aber erste Gespräche würden geführt. Sie hofft, „Anfang 2022 Neuigkeiten zu haben.“

Was derzeit nicht ganz in ihre Pläne passt, das ist der bevorstehende Auszug der Polizeiwache in Richtung Bahnhof. Über Nachmieter denkt die Immobilien-Fachfrau unterdessen laut nach: „Gerne ein Ärztezentrum.“

Schneller wird es im Parkhaus gehen, das nach einer Brandstiftung an Polizeifahrzeugen Ende Juli geschlossen ist. Zunächst habe ein Gutachter eingeschaltet werden müssen. „Im November“, so die Prognose, sollen die Stellplätze dort wieder genutzt werden können.

12300 Quadratmeter Nutzfläche

Das Stapel-Center umfasst rund 12 300 Quadratmeter Grundfläche und gilt seit dem Auszug von Toom Anfang 2017 als Problemfall der Altenaer Stadtentwicklung.

Bei rund 10 000 Quadratmetern handelt es sich um Gewerbeflächen, über 2300 Quadratmeter entfallen auf 29 Apartments. Der Toom-Markt hatte als Ankermieter allein rund 3800 Quadratmeter belegt. Derzeit sind nach der Schließung der Tabakbörse Schlippe und der Bäckerei Sondermann der Textilmarkt Kik und der Friseursalon Bodrum die einzigen Frequenzbringer.

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