Feuer an Gasleitung in der Klusenstraße, zweiter Einsatz in der Nettestraße

Flammen aus der Gasleitung und Kellerbrand: Feuerwehr im Paralleleinsatz

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[Update 15.23 Uhr] Altena - Stadtalarm für die Feuerwehr Altena: Erst kam es bei Arbeiten an der Klusenstraße zum Brand an einer Gasleitung, dann wurden die Einsatzkräfte parallel auch noch zu einem Kellerbrand in die Nettestraße gerufen.

Einsatzort Klusenstraße: Bei Schweißarbeiten an einer Gasleitung brach gegen 10 Uhr ein Brand aus. Als Sicherheitsmaßnahme wurden die unmittelbar anliegenden Häuser evakuiert. Alexander Falz, Leiter der Polizeiwache, beziffert die Zahl der Betroffenen auf etwa 20. Die Bewohner fanden zunächst Platz in der Gaststätte Pilling, andere bei Nachbarn.

Als Folge des Brandes musste im betroffenen Abschnitt sowohl die Wasser- als auch die Stromversorgung gekappt werden. Weil neben der Gasleitung auch die beiden anderen Versorgungsleitungen in einem Schacht verlaufen, sei das nicht anders möglich gewesen, so Brandinspektor Markus Pflüger, der nicht nur aktiver Feuerwehrmann ist, sondern auch Mitarbeiter der Stadtwerke. „Ein Brand, eine Stromleitung und eine Wasserleitung, das verträgt sich nicht.“  

Die Tatsache, dass das aus der Leitung austretende Gas brannte, war zwar spektakulär, sorgte aber paradoxerweise für eine gewisse Sicherheit. „So kann erstmal nichts weiter passieren.“ Wäre das Gas hingegen nur ausgeströmt, wäre es bald zu einer Explosionsgefahr gekommen. Was den Einsatz schwierig machte, ist die Tatsache, dass es sich um eine ziemlich betagte Leitung handelt - diese haben keine Schieber, mit der sich die Gaszufuhr abschnittsweise unterbinden lassen.

Also mussten zwei sogenannte „Blasen“ in das Rohr gesetzt werden. „Man kann sich das vorstellen wie einen Ballon“, erläuterte Feuerwehr-Pressesprecher Patrick Slatosch. Die Blasen würden in das Rohr gesetzt und dann mit Druckluft ausgedehnt – dem nachströmenden Gas wird der Weg abgeschnitten. Um 13.05 Uhr war das Feuer gestoppt, um 13.40 Uhr beendete die Feuerwehr ihren Einsatz.

Stadtwerke und Enervie machten sich zügig daran, den entstandenen Schaden zu beheben und die von der Versorgung abgeschnittenen Häuser wieder anzubinden. „Am späten Nachmittag werden die Bewohner wieder Gas und Strom haben“, so am Donnerstag Ralf Berlet, Leiter des Bereiches Netze bei den Stadtwerken. Er erwartet durch den Brand im Übrigen keine nennenswerte Verzögerung des Ablaufs an der Baustelle.

Einsatzort Nettestraße: Während der Einsatz an der Klusenstraße noch in vollem Gange war, gingen um 11.40 Uhr erneut die Sirenen. Diesmal wurden die Wehren aus Dahle, Evingsen, dem Rahmedetal und vom Knerling alarmiert und zu einem Kellerbrand im Wohnhaus Nettestraße 102 gerufen – gelegen unterhalb der Kesselfabrik Pilling.

Es stellte sich heraus, dass es sich um einen sogenannten Kleinbrand handelte, der von einem Angriffstrupp schnell gelöscht werden konnte. Um 12.10 Uhr rückten die Kräfte wieder ab. In der gesamten Nette gab es erhebliche Staus und Verkehrsbehinderungen.

Beide Brandereignisse hatten nichts miteinander zu tun.

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