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Große Spende ermöglicht Wiedereröffnung: Café Nostalgie kann schon bald weitermachen

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Von: Thomas Bender

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Andreas Opitz und Marco Di Vinanzio (Mitte) berichteten über die neueste Spendenaktion der Rotarier: Geldspenden gehen an Anwohner der Nette (links) und an Nilüfer Seker vom Café Nostalgie (rechts). Wichtige Helferin der Rotarier war Kinochefin Nicole Güldner (2. von rechts). Sie weiß, wo in der Nette der Schuh besonders drückt.
Andreas Opitz und Marco Di Vinanzio (Mitte) berichteten über die neueste Spendenaktion der Rotarier: Geldspenden gehen an Anwohner der Nette (links) und an Nilüfer Seker vom Café Nostalgie (rechts). Wichtige Helferin der Rotarier war Kinochefin Nicole Güldner (2. von rechts). Sie weiß, wo in der Nette der Schuh besonders drückt. © Thomas Bender

Das ist mal eine gute Nachricht: Das Café Nostalgie wird wiederauferstehen, und das möglichst schon am 6. November. Sie plane, an diesem Tag ihr Lokal in der Lennestraße wiederzueröffnen, sagte Inhaberin Nilüfer Seker am Mittwoch.

Altena – Nilüfer Sekers kleines Café wurde ebenso wie die von ihr bewirtete obere Lenneterrasse am 14. Juli ein Opfer der Flut. Anfangs sah es angesichts eines Schadens von über 80 000 Euro so aus, als sei kein Neubeginn möglich. Dass sich das Blatt jetzt gewendet hat, liegt an der Spendenbereitschaft vieler Menschen. Seker: „Ich bin davon total überwältigt. Damit hatte ich nicht gerechnet“.

Viele griffen der Geschäftsinhaberin unter die Arme, allen voran die Rotarier. „Ohne deren Hilfe wäre es nicht gegangen“, sagt Nilüfer Seker. Ganz sei der Schaden zwar noch nicht gedeckt, für sie ist es aber wichtig, jetzt ins Weihnachtsgeschäft einzusteigen: „Das ist für mich genauso wichtig wie der Umsatz im Sommer auf der Terrasse“.

Aber nicht nur das Café Nostalgie profitiert von der Spendenbereitschaft des Rotary-Clubs Altena/Werdohl/Plettenberg. 55000 Euro hat die Organisation zusammengetragen, um von der Hochwasserkatastrophe besonders betroffenen Bürgern der Stadt unter die Arme zu greifen.

Es handele sich um Mittel aus dem Rotary-Topf „Herzlichst im MK“ und aus großzügigen Spenden der eigenen Mitglieder, aber auch von anderen, befreundeten Clubs, sagten Andreas Opitz und Marco Di Vinanzio, als sie gestern an der Grabenstraße einen symbolischen Scheck überreichten. Das Geld soll nämlich vor allem den besonders hart getroffenen Menschen in diesem Teil der Stadt zugutekommen.

Wer kriegt was? Vor diesem Problem hätten die Rotarier wie alle anderen auch gestanden, die Spenden für die Flutopfer sammeln, sagte Opitz bei der Übergabe. Wertvolle Hilfe habe bei der Beantwortung dieser Frage Nicole Güldner geleistet, sagte Opitz.

Die Kinochefin habe genau gewusst, wo die Not in ihrer Nachbarschaft besonders groß war und habe „völlig selbstlos“ bei der Verteilung der Spenden geholfen, lobt der Rotarier, der aber auch Eigeninitiative zeigte: „Ich bin durch die Häuser gegangen und habe mit jedem Einzelnen gesprochen“.

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