In Altena

Große Projekte für die Innenstadt: An mehreren Stellen wird gebaut 

Rege Bautätigkeit in der Innenstadt Altena: Der Komplex an der Lennestraße 54, in dem sich früher Arztpraxen und das Restaurant Kaiserhof befanden, wird umgebaut.
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Rege Bautätigkeit in der Innenstadt Altena: Der Komplex an der Lennestraße 54 wird umgebaut.

In Altenas Innenstadt wird gebaut, einige Großprojekte stehen in den Startlöchern. Ein Überblick.

Altena – Es tut sich was an einigen Stellen in der Fußgängerzone. Gebaut wird bereits am und im ehemaligen Restaurant Kaiserhof und in den angrenzenden Räumen. Auch am alten Postgebäude und auch über dem Caritas/DRK-Laden an der Lennestraße gibt es Veränderungen. Ein Überblick:

14 Wohnungen im alten Kaiserhof

In großem Stil laufen Vorarbeiten für eine neue Nutzung im Komplex Lennestraße 54. Dort sollen nach den Vorstellungen der Eigentümer bis zu 14 Wohnungen entstehen. Dort waren früher neben dem Asia-Restaurant Kaiserhof zwei Arztpraxen untergebracht. Alle drei Betriebe wurden aufgegeben.

Was derzeit passiert, seien Vorbereitungen, die noch nicht in die Struktur des Gebäudes eingreifen, sagt Erhard Reichel, Geschäftsführer der Para-Grundbesitz aus Unna, der das Gebäude gehört. Ein von der Gesellschaft beauftragter Architekt sei derzeit dabei, einen Bauantrag vorzulegen.

Fertigstellung bis Sommer 2022 geplant

Dieser ist nötig, weil eine Nutzungsänderung vorgesehen ist. Haustechnik und das Innere sollen komplett erneuert werden. Dazu zählt auch der Einbau von Bädern und Küchen. Zudem werden Wasser- und Abwasserleitungen erneuert.

Der Idee, dass auch im Erdgeschoss Wohnungen entstehen, stehe die Stadt Altena durchaus aufgeschlossen gegenüber, sagt Geschäftsführer Erhard Reichel. „Die Stadt hat ja auch ein Interesse daran, wieder mehr Leben in die Fußgängerzone zu bekommen.“ Seine Wunschvorstellung ist es, die Arbeiten bis zum Sommer 2022 fertigzustellen. „Aber das hängt natürlich auch von der Baugenehmigung ab.“

Modehaus Neuhaus: Nachmieter gesucht

Die Fassade des Gebäudes wurde bereits neu gestrichen. Als i-Tüpfelchen für die neuen Wohnungen sind zur Lenne hin Balkone geplant, aber dafür braucht es zuvor eine Prüfung der Statik. Reichel betont daher: „Das steht also unter Vorbehalt.“

Auch für den Komplex des ehemaligen Modehauses Neuhaus gibt es Pläne. Als privater Investor hat Cibrail Piskin die Immobilie erworben. Er hat konkrete Pläne: In den Obergeschossen sollen zehn altersgerechte Wohnungen entstehen. „Die Grundlagen sind gelegt“, sagt Piskin. Er verspricht „sehr moderne Wohnungen“.

Der Eigentümer sucht derweil weiter nach einem passenden Gewerbe für das Erdgeschoss, denn dafür ist noch kein Mieter gefunden. Cibrail Piskins schwebt als Zeitfenster eine Fertigstellung Ende nächsten Jahres vor – „wenn alles klappt.“ Er hatte das ehemalige Modehaus im Herbst 2018 erworben.

Früheres Postamt: Projekt stockte

Ein reizvolles Projekt ist zweifellos die neue Nutzung des prächtigen, ehemaligen und denkmalgeschützten Postgebäudes an der Kirchstraße. Damit ist Birgit Gottowik-Höfling, Architektin aus Bochum, betraut. Allerdings stockt das Vorhaben: Der Bauherr, ein auswärtiger Investor, sei zuletzt lange Zeit verhindert gewesen, erklärt die Architektin.

Das alte Postamt an der Kirchstraße soll künftig ein Ort zum Leben, Arbeiten und Genießen werden.

Eigentlich hatte Gottowik-Höfling „im Sommer“ anfangen wollen mit den konkreten Planungen für den Umbau. Das Vorhaben – Wohnungen, Büros und kleine Läden – habe auf jeden Fall bereits einige Interessenten auf den Plan gerufen, berichtet die Architektin. So habe sich unter anderem eine Logopädie-Praxis gemeldet.

Hochwertige Gastronomie?

Die Architektin sprach im Mai dieses Jahres von „Wohnen und Arbeiten im exklusiven, denkmalgeschützten Ambiente. Wohnflächen, je Einheit etwa 150 Quadratmeter, Büroflächen, etwa 165 Quadratmeter, und Gewerbekleinflächen im Erdgeschoss.“

Es gab auch Gedankenspiele für ein Mehrgenerationenwohnen mit Betreuung und für hochwertige Gastronomie. Es gibt auch Überlegungen, sowie die Terrasse und den Innenhof zu nutzen, vielleicht mit einem Käse- und Weinladen kombiniert.

Wohnung über dem Caritas/DRK-Laden

An der Lennestraße 75 und 77 können sich Passanten auf eine kunstvolle Fassade freuen, die schon schön ist, aber noch schöner werden soll: Sie wird aufgearbeitet, wenn im Obergeschoss eine Wohnung für Hauseigentümerin Denis Karakus eingerichtet wird. Das könne aber bis zum nächsten Jahr dauern, sagt die Eigentümerin. Im Erdgeschoss befindet sich der Secondhand-Laden von DRK und Caritas.

Die schmuckvolle Fassade des Hauses an der Lennestraße 54 in Altena wird aufgewertet.

Bei einigen Projekten handele sich um genehmigungsfreie Vorhaben, erläutert Roland Balkenhol, Abteilungsleiter des Bauamtes. Wo keine neue Nutzung angestrebt wird, etwa eine Verwandlung von Einzelhandelsfläche zur Nutzung als Wohnung, sei auch keine gesonderte Genehmigung erforderlich.

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