Nach Großbrand im Asylbewerberheim provisorische Unterkunft für Bewohner

ALTENA ▪ Ein Feuer im Asylbewerberheim an der Thoméestraße hielt am Donnerstagabend die Altenaer Feuerwehr in Atem. Das Gebäude ist nach einem Großbrand weitgehend zerstört. Die Bewohner kamen in einer provisorischen Unterkunft unter.

Vorrang hatte in dieser Situation die Rettung der Bewohner: Unter schwerem Atemschutz wurde das weitläufige und verwinkelte Gebäude von mehreren Feuerwehr-Trupps durchsucht, gleichzeitig wurden erste Löschangriffe von innen und von außen vorgenommen.

Weitere Bilder vom Einsatz der Feuerwehr

Brand in Altenaer Asylbewerberheim

Es wurde Stadtalarm für die gesamte Altenaer Feuerwehr ausgelöst. Außerdem eilten die Drehleiter der Werdohler Feuerwehr und zahlreiche Rettungswagen aus den Nachbarstädten in die Altenaer Innenstadt. Vor Ort war auch Kreisbrandmeister Blumenrath und der leitende Notarzt für den Märkischen Kreis sowie natürlich Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein, Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der zuständige Fachbereichsleiter Wolfgang Friess.

Gegen 21.15 Uhr waren alle Bewohner in Sicherheit. Sie wurden zunächst zur nahe gelegenen Polizeiwache gebracht, einer von ihnen in Handschellen. Die Brandursache sei aber noch unklar, betonte ein Polizeisprecher vor Ort. Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatten zuvor angedeutet, dass der junge Mann psychische Probleme habe.

Stadtverwaltung , Baugesellschaft und DRK kümmerten sich am Donnerstagabend noch während der laufenden Löscharbeiten darum, dass die Bewohner des brennenden Asylbewerberheims anderweitig untergebracht werden konnten.

Bürgermeister Andreas Hollstein im Gespräch mit den Bewohnern.

„Absolut unbürokratisch“ habe die Baugesellschaft reagiert, lobte Wolfgang Friess. Sie stellte noch am Abend ein leerstehendes Haus zur Verfügung. Vorstand Jochen Effertz klingelte Mitarbeiter aus dem Feierabend, die Strom und Heizung in Betrieb nahmen, das DRK sorgte mit Feldbetten für eine erste, provisorische Möblierung. Friess ging derweil einkaufen: Kurz vor Geschäftsschluss besorgte er im toomLebensmittel, „damit die am nächsten Tag auch was zum Frühstück haben“. Etwas über 20 Menschen sind im Asylbewerberheim registriert. Davon war bei Ausbruch des Brandes etwa die Hälfte im Haus. In einer ersten Mitteilung der Polizei heißt es, dass Brandstiftung vorliegen könnte. Deshalb wurde ein 23 -jähriger Bewohner des Wohnheimes, der sich im Umfeld des Brandortes aufhielt, vorläufig festgenommen. „Hinweise auf einen politisch motivierten Hintergrund sind nach bisherigem Stand der Ermittlungen nicht erkennbar“, versichert die Kripo.

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