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Nach Großbrand an Industriebrache: Polizei ermittelt drei Tatverdächtige - alle sind Teenager

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Von: Ines Engelmann, Tobias Hinne-Schneider, Maximilian Birke, Markus Klümper, Thomas Bender, Kristina Köller

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Am Samstagabend (26. März) ist die Industriebrache Schwarzenstein in Flammen aufgegangen. Es folgte ein langer Einsatz. Am Montag eilte die Feuerwehr erneut zur Brandstelle.

Update vom 29. März, 12.46 Uhr: Soeben teilt die Polizei mit, dass sie drei Personen ermittelt hat, die verdächtigt werden, das Feuer in der Industriebrache gelegt zu haben. Auch am Dienstag musste die Feuerwehr wieder zu Nachlöscharbeiten ausrücken.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um eine 18-jährige Altenaerin sowie zwei 15 und 16 Jahre alte Jugendliche aus Iserlohn. Die Polizei führte am Morgen Durchsuchungen bei den drei Tatverdächtigen durch und stellte Handys sicher.

Update vom 28. März, 20.00 Uhr: Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den Mittagsbereich. Aber die Industriebrache Schwarzenstein lässt die Einsatzkräfte der Feuerwehr nicht zur Ruhe kommen. Am frühen Abend wurde erneut Rauch über der Brandruine gemeldet. Die Feuerwehr rückte erneut aus. Auf eine weitere Sperrung der B236 wurde allerdings verzichtet.

Update vom 28. März, 08.05 Uhr: Der Löschzug Stadtmitte baut aktuell wieder eine Wasserversorgung an der Industriebrache Schwarzenstein auf. Es sind noch Glutnester in der Ruine entdeckt worden. Die Feuerwehr wird die Industriebrache erneut mit einer Drohne überfliegen. Die Sperrung der B236 wird also voraussichtlich länger andauern.

Update vom 28. März, 07.51 Uhr: Und wieder ist die Feuerwehr auf dem Weg zur Industriebrache Schwarzenstein. Wie die Polizei am Montagmorgen via Twitter mitteilte, brennt es dort erneut. Die B236 wurde wieder gesperrt.

Nach Großbrand an Industriebrache: Feuerwehr Altena wieder vor Ort
Die Feuerwehr ist wieder vor Ort. © Thomas Bender

Update vom 27. März, 17.25 Uhr: Die B236 wurde am Sonntag um 17 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben und der Einsatz der Feuerwehr wurde beendet.

Update vom 27. März, 16.35 Uhr: Die Vorbereitungen für die Aufhebung der Vollsperrung der B236 laufen derzeit, berichtet Feuerwehr-Pressesprecher Philipp Selle.

Großbrand an Industriebrache Schwarzenstein in Altena gelöscht: B236 weiter gesperrt

Update vom 27. März, 14.47 Uhr: Auch wenn die Löscharbeiten an der Industriebrache Schwarzenstein weitestgehend beendet sind, ist die B236 noch nicht wieder für den Verkehr frei gegeben. Dies scheint laut Philipp Selle, Pressesprecher der Altenaer Feuerwehr, jedoch nicht jeden Autofahrer interessieren. Ganz zum Ärger der Einsatzkräfte, die sich lieber um den eigentlich Brand-Einsatz kümmern würden.

Update vom 27. März, 13.25 Uhr: Bei der Besichtigung des Gebäudes wurden nochmals Rauchentwicklung festgestellt. Dort wird durch die Feuerwehr nun mit Schaum-Löschungen nachgebessert.

Update vom 27. März, 12.59 Uhr: „Der Schaumangriff hat Wirkung gezeigt“, Philipp Selle, der Pressesprecher der Altenaer Feuerwehr. Das Feuer wurde erfolgreich bekämpft und gelöscht. Derzeit werde geprüft, ob wirklich alle Glutnester aus sind oder ob noch mit Schaum nachgebessert werden müsse.

Die sieben evakuierten Anwohner konnten derweil in ihre Wohnungen zurück. Sie kamen über Nacht erst im Lennestein und später in einem Hotel oder bei Freunden und Verwandten unter.

Großbrand an Industriebrache Schwarzenstein in Altena: Zwei Feuerwehrmänner verletzt

Update vom 27. März, 11.55 Uhr: Bei dem Versuch den Brand zu löschen, wurden insgesamt zwei Feuerwehrmänner verletzt. Einer der beiden Verletzten stürzte nach Angaben von Stefan Brockhaus, dem stellvertretenden Leiter der Feuerwehr, innerhalb des Gebäudes in der Dunkelheit und zog sich eine Platzwunde am Kopf zu. Der andere Feuerwehrmann verletzte sich bei den Löscharbeiten leicht am Rücken.

Update vom 27. März, 11.40 Uhr: Der Großbrand-Einsatz an der Industriebrache Schwarzenstein läuft noch immer. In der Nacht wurden insgesamt sieben Bewohner evakuiert und kamen im Lennestein in Altena für die Nacht unter. Mittlerweile ist klar, dass die umliegenden Wohnhäuser vom Feuer verschont blieben, sodass die Anwohner voraussichtlich im Laufe des Tages zurück in ihre eigen vier Wände dürfen.

Der Großbrand der Industriebrache Schwarzenstein in Altena hat die Feuerwehr die ganze Nacht beschäftigt - und auch am Sonntagmorgen geht der Einsatz weiter.
Der Großbrand der Industriebrache Schwarzenstein in Altena hat die Feuerwehr die ganze Nacht beschäftigt - und auch am Sonntagmorgen geht der Einsatz weiter. © Markus Klümper

Seit dem Ausbruch des Feuers sind insgesamt rund 250 Einsatzkräfte vor Ort gewesen. Um den Brand unter Kontrolle zu bekommen, wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Altena von der Wehr aus Iserlohn, Nachrodt, Meinerzhagen, Neuenrade, Herscheid, Halver und Werdohl unterstützt. Zudem hat die Werksfeuerwehr von VDM Metals zeitweise die Wache in Altena besetzt, um für weitere Einsätze gewappnet zu sein.

Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Stefan Brockhaus betont, dass dieser Einsatz einer der größten Einstätze seit zehn Jahren ist. Ein ähnlich aufwendigen Einsatz hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr bei einem mehrtägigen Waldbrand im Jahr 2018. Mit Blick auf das Feuer im Waldgebiet Halskopf sind die Einsatzkräfte mittlerweile an ihrer körperlichen Belastungsgrenze angekommen. „Es reicht jetzt langsam. Die Kräfte sind erschöpft“, sagt Brockhaus.

Zur Brandursache kann bisher keine Angabe gemacht werden. Denn die Einsatzkräfte sind noch immer mit Löscharbeiten beschäftigt. Die Warn-App Nina hat um 11.39 Uhr Entwarnung gegeben.

Großbrand in Altena: Feuerwehr noch immer an Industriebrache Schwarzenstein im Einsatz

Update vom 27. März, 8.44 Uhr: Die Feuerwehr ist am Morgen nach dem Großbrand weiter an der Industriebrache Schwarzenstein im Einsatz. Wie ein Sprecher der Kreisleitstelle im Gespräch mit unserer Redaktion sagte, sei der Brandort mit Löschschaum abgedeckt worden, um Glutnester zu ersticken. Es seien Ablöseeinheiten aus Nachrodt und Meinerzhagen im Einsatz.

Nach ersten Erkenntnissen ist bei dem Einsatz ein Feuerwehrmann verletzt worden - wie schwer, konnte der Sprecher noch nicht sagen.

Großbrand in Altena: Industriebrache Schwarzenstein weitgehend zerstört

Die Werdohler Straße ist von Altena in Richtung Werdohl auch weiterhin gesperrt. Die Polizei ist ebenfalls im Einsatz. Wie ein Polizeisprecher sagte, werde die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufnehmen und am Vormittag den Brandort in Augenschein nehmen - sobald das gefahrlos möglich ist und die Feuerwehr die Gebäude freigibt. Noch müssten diese abkühlen, so der Polizeisprecher weiter. Die Industriebrache werde aller Voraussicht nach beschlagnahmt - so ist es nach Großbränden dieser Art üblich. Schon jetzt ist klar: Durch die Flammen wurde die Industriebrache in weiten Teilen zerstört.

Die Auswirkungen des Feuers waren nicht nur in Altena deutlich zu spüren, der Brandgeruch zog am späten Samstagabend und in der Nacht bis nach Letmathe. Die Nina-Warn-App löste am Abend aus und warnte vor Rauchgasen. Betroffene Regionen demnach: Altena und Iserlohn. Die Warnung ist noch immer nicht aufgehoben worden. Anwohner sollten also weiterhin die Sicherheitsmaßnahmen beachten (siehe Update vom 26. März, 23.26 Uhr).

Großbrand in Altena: Industriebrache Schwarzenstein in Flammen - B236 gesperrt

[Update vom 26. März, 23.26 Uhr] Altena - Die Feuerwehr Altena musste am Samstagabend (26. März) an die Werdohler Straße ausrücken. Die Industriebrache Schwarzenstein steht in Flammen. Der Einsatz dauert derzeit noch an.

Weite Teile der Industriebrache Schwarzenstein in Altena wurden bei dem Brand zerstört.
Weite Teile der Industriebrache Schwarzenstein in Altena wurden bei dem Brand zerstört. © Markus Klümper

Die Feuerwehr ist mit einem großen Aufgebot vor Ort, verschafft sich mit einer Drohne eine Lage vom Brandort. Weitere Kräfte wurden bereits angefordert. Überall lodern bereits Flammen aus dem Gebäude.

Der Katastrophenschutz des Märkischen Kreises hat über die Warn-App Nina gegen 23 Uhr eine Warnung für die Region Iserlohn und Altena veröffentlicht. Damit sollen Personen im betroffenen Bereich über Brandgasen informiert werden.

Industriebrache in Vollbrand: Die Feuerwehr Altena hat bereits weitere Kräfte angefordert.
Industriebrache in Vollbrand: Die Feuerwehr Altena hat bereits weitere Kräfte angefordert. © Markus Klümper

Die Behörden empfehlen:

Die Bundesstraße 236 ist vollständig gesperrt - dabei gibt es auf der Strecke ohnehin schon eine Vollsperrung. Dafür wurden bis Samstag alleine 173 Verkehrsschilder aufgebaut.

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