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Großbaustelle Ellen-Scheuner-Haus: Noch ist viel zu tun

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Von: Hildegard Goor-Schotten

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Vor knapp drei Monaten hat der Umbau des Ellen-Scheuner-Hauses begonnen. Das Perthes-Werk als Träger lässt diese Einrichtung sanieren, um anschließend die gesetzlichen Vorgaben zur Ausstattung von Pflegeeinrichtungen zu erfüllen.
Vor knapp drei Monaten hat der Umbau des Ellen-Scheuner-Hauses begonnen. Das Perthes-Werk als Träger lässt diese Einrichtung sanieren, um anschließend die gesetzlichen Vorgaben zur Ausstattung von Pflegeeinrichtungen zu erfüllen. © Goor-Schotten, Hilde

Ein bisschen vergessene Weihnachtsdeko hier und da bringt Farbe ins Baustellengrau, in der Cafeteria stapeln sich statt Tassen und Kuchentellern Estrichsäcke und Trockenbau-Platten. Im Moment erinnert im Ellen-Scheuner-Haus nur wenig an seine eigentliche Bestimmung, aber es wird.

Petra Winkler, Leiterin des Alten- und Pflegeheimes, freut sich bei jedem Besuch, dass es wieder ein Stück mehr voran gegangen ist mit den Bauarbeiten. Ende Januar sind die Bewohner ins ehemalige St.-Vinzenz-Krankenhaus umgezogen und haben den Handwerkern Platz gemacht. Wer heute durch die fünf Wohnbereiche des Scheuner-Hauses „An der Kirche“ geht, sieht schnell, dass ein Umbau im laufenden Betrieb keinem gut getan hätte.

Bis zum Sommer 2023 muss das Perthes-Werk seine Einrichtungen in Altena und Neuenrade umgebaut und saniert haben, um die gesetzlichen Vorgaben zur Ausstattung von Pflegeeinrichtungen zu erfüllen. Aus 40 Doppel- und 20 Einzelzimmern werden so zwölf Doppel- und 49 Einzelzimmer. Zusätzlich müssen weitere Bewohnerbäder eingerichtet werden. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen wird außerdem eine flächendeckende Brandmeldeanlage installiert und die Großküche komplett modernisiert und erweitert. Das heißt, alle Sanitär- und Kücheneinrichtungen mussten raus, Zwischenwände müssen gezogen und Wände und Decken aufgestemmt werden. Und das ist mit viel Staub und Lärm verbunden. Überall hängen Strippen aus Wänden und Decken. Vereinzelt liegt noch Bauschutt herum. Große Eimer mit Spachtelmasse stehen in den Gängen.

Noch bis Sommer 2023 haben im Alten- und Pflegeheim an der Straße „An der Kirche“ die Handwerker das Sagen. Einrichtungsleiterin Petra Winkler freut sich aber schon jetzt auf die Rückkehr.
Noch bis Sommer 2023 haben im Alten- und Pflegeheim an der Straße „An der Kirche“ die Handwerker das Sagen. Einrichtungsleiterin Petra Winkler freut sich aber schon jetzt auf die Rückkehr. © Goor-Schotten, Hilde

Maßnahme wird in drei Abschnitten umgesetzt

In drei Bauabschnitten werden die Maßnahmen umgesetzt. Nicht etagenweise, sondern von oben nach unten werden neue Leitungen und Rohre verlegt. Erst ist die Gebäudehälfte links vom Eingang an der Reihe, dann rechts und am Ende der mittlere Teil. Dass das Haus komplett leer gezogen wurde, erleichtert den Handwerkern der verschiedenen Gewerke die Arbeit. Sie müssen auf keine Bewohner Rücksicht nehmen, sondern sich nur untereinander abstimmen. Und das klappt gut, war auf der Baustelle zuhören.

Vor dem Ellen-Scheuner-Haus stehen derzeit mehrere Container.
Vor dem Ellen-Scheuner-Haus stehen derzeit mehrere Container. © Goor-Schotten, Hilde

Auch Petra Winkler hat den Eindruck, dass es zügig vorangeht und noch alles im Zeitplan ist. Auch Materialprobleme, über die andernorts immer wieder geklagt wird, scheint es aktuell im Scheuner-Haus nicht zu geben. „Ich habe jedenfalls noch nichts davon gehört“, sagt die Einrichtungsleiterin.

Kosten von knapp neun Millionen Euro

Die Generalplanung und Projektkoordinierung hat die Evangelische Perthes-Stiftung an ein Architektur- und Ingenieurbüro mit Sitz in der Nähe von Berlin vergeben, das mit zahlreichen regionalen Fachleuten kooperiert und einen Schwerpunkt im Um- und Neubau von Senioren- und Pflegeeinrichtungen hat. Mit 8,98 Millionen Euro an Baukosten wird auf der Internetseite der R. Winter & Co. GmbH das Bauprojekt in Altena veranschlagt, das in Neuenrade mit 6,25 Millionen Euro.

Im Inneren des Ellen-Scheuner-Hauses werden große Mengen Baumaterial gelagert, das für den Umbau benötigt wird.
Im Inneren des Ellen-Scheuner-Hauses werden große Mengen Baumaterial gelagert, das für den Umbau benötigt wird. © Goor-Schotten, Hilde

An der Struktur der fünf Wohnetagen im Scheuner-Haus werde sich dabei wenig ändern, sagt Winkler. Im Herz der Wohnbereiche wird es auch zukünftig eine große Wohnküche mit Aufenthaltsraum geben, wo die Bewohner wie früher in ihrem privaten Umfeld zusammen sitzen, essen und quatschen können. Auch im Eingangsbereich mit der Cafeteria und im Restaurant/Speisesaal auf der dritten Etage werde eher wenig passieren. Nur die große Terrasse davor wird saniert, so dass auch der Außenbereich den Bewohnern, wenn sie im Sommer 2023 zurückkommen, mehr Aufenthaltsqualität bieten wird. Einrichtungsleiterin Winkler freut sich darauf.

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