Adventskonzert der Altenaer Chöre: 100 Sänger vor dem Altar

Altena – Von wegen Krise des Chorgesangs: So viele Sänger wie nie zuvor traten am Ende des Adventskonzertes der Altenaer Chöre vor den Altar der Lutherkirche, um gemeinsam „Stille Nacht“ und „Gloria“ zu singen.

Über 100 müssen es gewesen sein, was zugegebenermaßen nur dank großartiger Unterstützung aus dem anderen Altena, dem in den Niederlanden, möglich wurde. Von dort war der christliche Männerchor mit etwa 40 Sängern übers Wochenende ins Sauerland gereist, um nicht nur das Adventskonzert, sondern tags darauf auch den Gottesdienst zum dritten Advent zu bereichern.

 Die Niederländer waren nicht die einzige Neuerung, die über 400 Zuhörer in der fast voll besetzten Lutherkirche miterleben durften. Erstmals war auch die Lutherkantorei dabei, die wie alle anderen Chöre auch drei Stücke sang. Gewohnt sicher intonierte sie ein Weihnachts-Wiegenlied von Josef Rutter, „Josef, lieber Josef mein“ (Erhard Bodenschatz) und „Oh Tannenbaum“ in einem groovigen Arrangement von Marttin Carbow.

Auch der zweite von Johannes Köstlin geleitete Chor, die Paul-Gerhardt-Kantorei, überraschte mit eher ungewöhnlichem Weihnachtsliedgut. „Der Weihnachtmann“ war eine Art Sprechgesang, in den das Publikum einbezogen wurde. 

Das Adventskonzert der Altenaer Chöre

Im vergangenen Jahr war der Dahler/Evingser-Projektchor „Evidah“ noch gemeinsam dem Frauenchor Evingsen aufgetreten. Der war diesmal verhindert, weil er am Samstag in der Kölner Philharmonie ein gemeinsames Konzert mit dem Polizeichor Köln gab. Also musste Evidah alleine ran, die Sänger prässentierten sich stimmgewaltig und sicher.

 Beeindruckend war die große Bandbreite dessen, was die Ensembles am Vorabend des dritten Advent darboten. „Die Welt ist schön“ sang ganz klassisch der MGV Wiblingwerde, „Welchen Jubel, welche Freude“ jubilierte der Chor der neuapostolischen Kirche und die Klingende Runde zog es wieder in die Ferne, als sie eine rumänische Volksweise zum Besten gab. Mit dabei auch das Blasorchester, das bei der Petersburger Schlittenfahrt die Peitschen knallen ließ. Sehr getragen zum Schluss der Auftritt der Gäste: Die Niederländer sangen unter anderem das lateinische „Sanctus“.

 „Das war sowas ähnliches wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk“, freute sich am Ende Johannes Köstlin.

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