Junger Mann bestreitet Missbrauch des Notrufes, der aufgezeichnet wurde

"Größere Schlägerei am Bahnhof": Fake-Notruf könnte für Altenaer böse enden

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Altena - Einem 20-Jährigen aus Altena blüht gewaltiger Ärger! Dem jungen Mann wird vorgeworfen, in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eine "größere Schlägerei" bei der Polizei gemeldet zu haben, die es überhaupt nicht gab. Die Polizei war mit starken Kräften ausgerückt, die aber keine Schläger entdeckten, sondern nur den mutmaßlichen "Drahtzieher" des Einsatzes. Der streitet alles ab, der Notruf wurde aber aufgezeichnet.

Wegen der angeblichen "größeren Schlägerei" rückte die Polizei am frühen Donnerstagmorgen um 1.15 Uhr zum Bahnhof Altena aus, wie die Polizei mitteilte.

"Von Schlägern war allerdings keine Spur zu sehen. Stattdessen fahndeten die Streifenwagen nun nach dem Anrufer, der eine Telefonzelle am Bahnhof genutzt hatte. 

Die Beamten hörten sich den Anruf an und fanden eine Stunde nach dem Notruf tatsächlich den dazu gehörenden Mann. Der Autofahrer war den Polizeibeamten mehrmals begegnet", heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Öffentlicher Fernsprecher steht am Bahnhof

Der 20-jährige Altenaer streite allerdings ab, den Notruf von dem öffentlichen Fernsprecher am Bahnhof heraus gewählt zu haben. 

"Eine Aufnahme des Anrufs wurde gesichert. Die Polizei schrieb eine Anzeige wegen Missbrauchs von Notrufen. Das Strafgesetzbuch sieht für solche Taten Geld- oder Freiheitstrafen bis zu einem Jahr vor", so die Ermittler.

Erster Streifenwagen minutenschnell vor Ort

Was klar gegen den Mann spricht: Die Polizeiwache Altena auf der anderen Seite der Lenmne an der Marktstraße ist vom Bahnhof nicht wirklich weit entfernt. 

Dass sich sämtliche vermeintlich Beteiligte der Schlägerei bis zum minutenschnellen Eintreffen des ersten Streifenwagens quasi in Luft auslösten oder derart gut versteckten, dass sie von zahlreichen Beamten nicht entdeckt wurden, ist unwahrscheinlich.

Sollte der mitgeschnittene Notruf eindeutig dem 20-Jährigen zuzuordnen sein, dann steht ihm richtig Ärger ins Haus.

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