Lenneufer: Grillplatz voll Müll und ein heftiger Verdacht

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Völlig vermüllt ist der Grillplatz am Lenneufer.

Altena – Überall fliegt Müll herum auf dem Grillplatz am Lenneufer. Kurios: Darunter sind auch viele Federn. In den sozialen Medien kursiert ein schlimmer Verdacht.

Ekelig: Anders lässt sich der Zustand nicht beschreiben, in dem sich der Grillplatz zwischen Lenne und Bahngleisen präsentiert. Pappteller, Schaschlikspieße, Papierservietten. Jede Menge Müll lag neben Mülleimer und Sitzbänken. 

Für Ordnung sorgen mussten gegen Mittag Mitarbeiter des Baubetriebshofs – und das bei weitem nicht zum ersten Mal. Zuletzt hatte die Anlage während des Mittelalterfestes einen ähnlich verheerenden Eindruck geboten. 

Keine Kontrolle, wer Platz nutzt

Jahrelang habe es wenig Probleme mit dem Grillplatz gegeben, neuerdings nähmen die Verunreinigungen aber zu, sagte Volker Richter, Leiter des Baubetriebshofes. Ein Grund dafür könnte die Sommerpause des benachbarten Jugendzentrums sein. 

Das legte den Grillplatz im Jahr 2010 gemeinsam mit dem Stellwerk an und übernahm eine Art Patenschaft. Die beschränkt sich aber darauf, regelmäßig nach dem Rechten zu schauen. 

Die Stadt habe keine Kontrolle darüber, wer den Platz nutze, sagt der stellvertretende Verwaltungschef Stefan Kemper. „Der Grillplatz ist ja für Jederrmann zugänglich.“ 

Andere Städte versuchen die Verunreinigung öffentlicher Grillplätze in den Griff zu bekommen, indem sie den Grillrost nur gegen ein Pfand herausgeben, sodass sie die Benutzer kennen. Richter sieht das eher skeptisch: „Die sagen dann einfach, dass das schon so ausgesehen habe.“ Grundsätzlich sei es sehr schwierig, die Verursacher zu ermitteln. 

Sünder müssen auf frischer Tat ertappt werden

Das bestätigt man im Ordnungsamt, das mit Bußgeldern gegen Müllsünder vorgehen kann. Das regelt eine städtische Satzung, die Höhe der Bußgelder gibt das bundeseinheitliche Ordnungswidrigkeiten-Gesetz vor. Von fünf bis 1000 Euro wären möglich, wenn man denn jemanden auf frischer Tat ertappen würde. Das gelinge aber eher selten, räumt Ordnungsamt-Mitarbeiter Joachim Protzer ein. 

Die Stadt Lüdenscheid hat wegen der Müllprobleme vor genau einem Jahr eine „Abfallstreife“ ins Leben gerufen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes patrouillieren dort mehrmals täglich – mit dem Ergebnis, dass dieInnenstadt deutlich sauberer geworden sei, wie die Lüdenscheider Nachrichten berichten. 

Das Kuriose am Lenneufer: Unter dem Müll am Grillplatz befinden sich auch jede Menge Federn. In den sozialen Medien hält sich schon lange das Gerücht, an der Lenne würden Enten und andere Wasservögel auf illegale Weise mit Drahtschlingen gefangen und dann geschlachtet.

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