Wegweiser zum Burgaufzug

Graffiti-Arbeit auf 35 Quadratmeter Fläche fertiggestellt

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Der Ritter weiß, wo es lang geht. Lisa Gudra und Stefan Dressler vor dem fertiggestellten Wandgemälde. Dressler sprühte seine ersten Graffitis im Jahr 1986.

Altena - Ein stolzer Ritter ziert jetzt die Fassade des künftigen Begegnungszentrums und des Tourismusbüros an der Ecke Langer Kamp/Freiheitstraße. Er weist den Weg zum rund 800 Meter entfernten Burgaufzug – und natürlich zur Burg selbst. Es handelt sich um eine Graffiti-Arbeit von Stefan Dressler.

Dressler hat die drei Motive auf etwa 35 Quadratmeter Fläche gesprüht. 

Rund 80 Stunden hat das gedauert, und der Sprühkünstler zeigt sich zufrieden mit seiner Arbeit. „Ich bin immer sehr kritisch mit dem, was ich mache – aber das hier gefällt mir“, sagt Dressler. Lisa Gudra, die Projektkoordination des Integrations- und Begegnungszentrums, nickt. „Seit wir das Gebäude hatten, stand fest, dass wir etwas mit dieser großen Fläche machen wollten.“ 

Da im kommenden Jahr auch das Tourismusbüro hier Einzug halten soll, suchte Gudra gemeinsam mit Daria Sturm vom Erlebnisaufzug nach einer passenden Idee für die Fassadengestaltung. Beide kamen bald auf Stefan Dressler, der schon die Hauswand am Eiscafé Nostalgie (ehemals Blumen Risse) mit einem Graffito für den Erlebnisaufzug aufgewertet hatte. Die Abbildung des Ritters sollte einen deutlichen Wiederkennungseffekt bieten. 

Stefan Dressler lebt von seinen Graffiti-Arbeiten

Und das war längst nicht die erste Wandmalerei des gebürtigen Altenaers. Seine Anfänge als Graffiti-Künstler gehen zurück auf das Jahr 1986, erinnert sich Dressler. Da hatte ihm Stadtbaurat Hans Brettar die ersten Bushäuschen zur Verfügung gestellt – lang ist’s her. Seit dieser Zeit ist er im Geschäft – und lebt längst davon. Zum Lebensunterhalt trägt mittlerweile aber auch ein Tattoo-Studio bei, das Dressler in Iserlohn eröffnet hat. 

So oder so, ob auf der Haut eines Menschen oder auf einer Fassade, das Malen bleibt Dresslers Passion. „Damit bin ich verheiratet“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Zwar ist er auch oft im Umland tätig, aber es freut ihn besonders, wenn er in Altena aktiv werden kann. „Ich wohne zwar jetzt in Wiblingwerde, aber Altena ist meine Heimatstadt und mein Herz ist hiergeblieben.“

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