Glücksgefühle auslösen

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Der Gabentisch lockte die Besucher des Kirchencafés am Sonntag immer wieder an. ▪

ALTENA ▪ Einen kleinen Gabentisch fanden die Besucher des Kirchencafés nach dem Gottesdienst im Lutherhaus vor. Dieser hatte sich zuvor dem Thema „Geschenke“ gewidmet. „Wir wollten bei der Fülle der Gottesdienste in dieser Zeit Akzente setzen“, sagte Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier.

Genau diese Akzente kamen bei den Gläubigen an. Hier und da wurde aus einer Jutetasche eine kleine Gabe mit auf den Tisch gelegt. Dort sammelten sich dann Bücher, Kerzen, eine Flasche Wein und eine warme Mütze.

Die Idee zum etwas anderen Gottesdienst unter dem Leitwort „Ich komme, bring und schenke dir“ hatten Johannes Köstlin und Pfarrer Kehlbreier. Sie erinnerten daran, dass beim Schenken darum geht, andere in den Blick zu nehmen.

Im Gottesdienst beleuchteten sie das Thema dann auch auf humorige Art: „Weihnachten bei Hoppenstedts“ von Loriot wurde als Video gezeigt.

Dabei ging es auch darum, welche Absicht sich häufig hinter dem Schenken verbirgt. So bekommt der Opa bei Loriot einen Plattenspieler geschenkt, damit er seine Musik auch in seinem Zimmer hören kann.

In einer kurzen Ansprache vor dem Kaffeetrinken in gemütlicher Runde betonte Johannes Köstlin, dass der Akt des Schenkens aber auch einen Wert an sich habe. „Dahinter verbirgt sich die Hoffnung, beim Beschenkten Glücksgefühle auszulösen.“ An diese erinnerte Pfarrer Kehlbreier mit dem Kind in der Krippe, dass „die Hirten erfreut hat“.

Im Lutherhaus mahnte Köstlin anschließend, dass es „heute nicht primär darum geht, die Sachen loszuwerden.“ Augenzwinkernd fügte der Kirchenmusiker allerdings an: „Ich hoffe, dass nach dem Kirchencafé alles vom Tisch verschwunden ist. ▪ David Schröder

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