Gleichgeschlechtliche Ehe

"Endlich Gleichberechtigung" - Frauen heiraten im Altenaer Rathaus

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Sidoniya (links) und Regine Kirchmann wandelten gestern – auf den Tag genau 17 Jahre nach ihrem ersten Kennenlernen – im Altenaer Rathaus ihre eingetragene Partnerschaft in eine gleichgestellte Ehe um.

Altena - Für Regine und Sidoniya Kirchmann hat die Änderung des Paragrafs 1353 im Bürgerlichen Gesetzbuch eine ganz besondere Bedeutung: „Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen“, heißt es dort.

Am 1. Oktober trat die Gesetzesänderung in Kraft. 

Die beiden Frauen verloren keine Zeit, ihre im Jahr 2013 eingetragene Lebenspartnerschaft in eine Ehe umzuwandeln. Im Rathaus gaben sie sich gestern Vormittag zum zweiten Mal das Ja-Wort – und waren eines der ersten Paare in Altena, die diese Möglichkeit wahrnahmen. An einem besonderen Tag sollte die Trauung stattfinden, deshalb wurde der 8. Dezember als Datum gewählt. 

„Wir hätten das auch schon im Oktober tun können, aber heute vor genau 17 Jahren haben wir uns kennengelernt“, erzählt Sidoniya Kirchmann. Was das neue Gesetz für die beiden bedeutet? „Endlich die Gleichberechtigung. Wir sind kein Ehepaar zweiter Klasse mehr“, sagt Regine Kirchmann. In ihrem persönlichen Umfeld haben die beiden die volle Akzeptanz, bezeichneten sich gegenseitig als „meine Ehefrau“. 

Seit gestern sind sie das nun auch offiziell und das ist besonders auf Ämtern oder zum Beispiel in Krankenhäusern wichtig. „Dort wird auf den Formularen von einem Ehemann ausgegangen. Das wird jetzt aber angepasst“, sagt Regine Kirchmann. In Altena wurden in den vergangenen Jahren durchschnittlich ein bis zwei Lebenspartnerschaften pro Jahr eingetragen, in eine Ehe umgewandelt wurden bisher zwei.

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