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„Glanzlicht“ auf der Burg: Programm zum Auftakt begeistert Besucher

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Von: Ilka Kremer

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Karsten Söhnchen alias „Kasper, der Gaukler“ faszinierte am Samstagabend das Publikum auf der Burg Altena mit seiner Jongleurskunst.
Karsten Söhnchen alias „Kasper, der Gaukler“ faszinierte am Samstagabend das Publikum auf der Burg Altena mit seiner Jongleurskunst. © Ilka Kremer

Ein abwechslungsreiches Programm aus Musik, Akrobatik, Jongleurskunst und Improvisationstheater wurde am Samstagabend auf der Burg Altena geboten. Zum Auftakt von „Glanzlicht 2021“ unterhielten „Das doppelte Flottchen“, Gaukler Kasper und das Gesangsduo „The Royal Squeeze Box“ das Publikum im oberen Burghof.

Altena – Beeindruckend und sehr unterhaltsam waren die Auftritte von Anna-Jorinde Pursche und Freya Herold alias „Das doppelte Flottchen“. Die beiden Frauen aus Berlin und Meißen brachten „Es war einmal“-Geschichten auf die Bühne, gepaart mit Akrobatik und Pyrotechnik. Dabei bezogen sie das Publikum immer wieder mit in das Geschehen ein. „Schön, dass ihr hier so gescheit mitmacht“, lobte Freya die Interakteure.

Die Künstlerinnen überzeugten mit ihrem Spiel, mit Mimik und Komik sowie ihrem artistischen Können. „Wir machen das seit unserer Geburt, wir sind Schaustellerkinder“, erklärte Anna-Jorinde, die auch als „Anna, die Biegsame“ bekannt ist.

Ebenso wie Freya Herold wuchs sie auf Mittelaltermärkten auf, lernte schon als kleines Mädchen, dem Publikum mit Tanz und Akrobatik Geschichten zu erzählen und mit ihrer Performance Emotionen zu erzeugen. Das Publikum auf der Burg dankte es den beiden Frauen mit großem Applaus.

Seit mehr als 20 Jahren ist Karsten Söhnchen aus Gummersbach als „Kasper, der Gaukler“ unterwegs. Er verzauberte in der eindrucksvollen Kulisse der Burg mit seiner Jonglage Jung und Alt gleichermaßen. Und das, obwohl er mit der Kälte, die am Samstagabend herrschte, zu kämpfen hatte. „Ich habe so kalte Finger. Ich glaube, ich wärme sie mir erst einmal an deiner Bratwurst“, meinte er in Richtung eines Jungen, der gerade genüsslich an der warmen Mahlzeit knabberte.

„Nein, Spaß“, sagte Kasper mit einem Augenzwinkern und rieb sich zum Aufwärmen dann doch lieber die Hände. Und schon flogen sie: die Bälle, Keulen und sogar brennende Fackeln. „Kannst du das?“, so die besorgte Frage eines Kindes in der ersten Reihe. „Das habe ich lange geübt Kind, deswegen kann ich das. Aber mit kalten Händen ist das gar nicht so einfach“, antwortete Kasper und ließ zum Staunen der Zuschauer die heißen Fackeln durch die Luft tanzen.

Mit Songs von Queen und Freddie Mercury, minimalistisch und rein akustisch, sorgte das Duo „The Royal Squeeze Box“ für den musikalischen Part des Abends. Übersetzt bedeutet der Bandname „Die königliche Quetschkommode“. Denn das Akkordeon, gespielt von Roman D. Metzner, ersetzt eine komplette Rockband. Zusammen mit Sänger Aaron Perry ließ er mit großer Spielfreude Songs wie „We are the champions“ oder „Bohemian Rapsody“ aufleben.

Großer Andrang herrschte zwischendurch immer wieder am Stand des Burgrestaurants. Dort gab es heißen Kakao und Glühwein sowie Brat- und Currywurst.

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