Funde im Wasserschutzgebiet

Giftmüll im MK: Ergebnisse der Proben liegen vor

Fässer mit Chemikalien - wie diese von der Fuelbecke -wurden jetzt auch am Honsel gefunden.
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Fässer mit Giftmüll fand eine Spaziergängerin.

Zweimal war Giftmüll kurz hintereinander im MK aufgetaucht - zweimal im Wasserschutzgebiet. Nun steht fest, was sich wirklich in den Fässern befand.

Altena/Nachrodt – Die Ergebnisse der Proben, die Spezialisten der Firma Lobbe nach dem Fund an der Fuelbecker Talsperre aus den Behältnissen entnommen hatten, liegen der Polizei seit Mittwoch (3. Februar) vor. Die Fässer und Kanister, die am 21. Januar an der Fuelbecker Talsperre illegal entsorgt worden waren und einen ABC-Einsatz ausgelöst hatten, enthielten galvanische Abfälle.

„In den Behältnissen wurden verschiedene Säuren und Reinigungsmittel gefunden“, sagte Polizeisprecher Christof Hüls auf Nachfrage unserer Zeitung. Auch Salzsäure, wie auf einem der an den Behältnissen angebrachten Aufkleber gestanden hatte, wurde nachgewiesen.

Zwei Funde, eine Spur

Ergebnisse der Proben, die nur einen Tag später bei einem weiteren Fund von illegal entsorgten Fässern und Kanistern an einem Schuppen am Honseler Weg zwischen Veserde und Letmathe genommen worden waren, liegen der Polizei noch nicht vor. Aber: Auch an den Behältnissen am Honsel waren Etiketten befestigt gewesen. Sie zeugten von Substanzen, die ebenfalls in der Galvanik genutzt werden.

„Die Ermittlungen dauern weiter an“, sagte Christof Hüls. Ermittelt wird wegen illegaler Müllentsorgung. „Mit den Ermittlungen sind Kollegen aus den Kommissariaten Lüdenscheid und Iserlohn beschäftigt“, so Hüls. Es gab an den illegal entsorgten Fässern und Kanistern auch Hinweise auf ein Iserlohner Unternehmen. Entscheidend nach Polizeiangaben aber sei, wer die galvanischen Abfälle illegal an beiden Standorten entsorgt habe und nicht, wem die Fässer ursprünglich mal gehört haben könnten.

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