Untersuchung der Böden nach Hochwasser

Giftgefahr auf Spielplätzen im MK? Ergebnisse liegen vor

Der Spielplatz am Kalkofenweg in Altena wurde untersucht.
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Der Spielplatz am Kalkofenweg in Altena wurde untersucht.

Nach dem Hochwasser war die Sorge vor Giftschlamm groß in Altena. Nun hat der Kreis Spielplätze untersuchen lassen. Die Ergebnisse der Bodenproben liegen vor.

Altena – Wo Kinder spielen, muss es sicher sein. Nicht nur auf den und rund um die Geräte auf den Spielplätzen, sondern auch der Boden. Nachdem das Hochwasser Mitte Juli auch mehrere Firmen, die mit Chemikalien und giftigen Stoffen arbeiten, massiv überflutete, fürchteten manche Altenaer, dass Giftstoffe im Schlamm mitgespült wurden und diese nun die Böden verseuchen.

Für so genannte sensible Flächen wie Spielplätze, Sport- und Freizeitanlagen, wo Kinder mit dem Boden in Kontakt kommen können, gibt es nun Entwarnung: „Ein von der Unteren Bodenschutzbehörde des Märkischen Kreises in Auftrag gegebenes Fachgutachten zeigt: Die Nutzung von sensiblen Flächen ist unbedenklich“, sagt Kreispressesprecher Alexander Bange.

Gefahr durch Heizöltanks und Überschwemmung in Firmen

Der Hintergrund der Untersuchungen: „Eine entsprechende Gefahr ging etwa von aufgeschwommenen Heizöltanks, überschwemmten Produktionsstandorten oder versagenden Abwasserbehandlungsanlagen aus“, erklärt Robert Kies, Geologe bei der Unteren Bodenschutzbehörde im Kreis. Vor allem in der Nette und in der Rahmede traf es viele Firmen extrem.

Entsprechend eines Erlasses des Landesumweltministeriums hat die Bodenschutzbehörde daraufhin besonders sensible Flächen auf schädliche Bodenveränderungen hin untersucht. Städte und Gemeinden wurden gebeten, solche Flächen zu melden. Daraufhin hat die Kreisbehörde ein Fachgutachterbüro beauftragt, diese Flächen zu untersuchen.

Auf Schwermetalle und Chlorverbindungen untersucht

In Altena nahmen die Experten die Spielplätze am Hemecker Weg und am Kalkofenweg im schwer vom Hochwasser betroffenen Rahmedetal unter die Lupe. Weitere Spielplätze in Lüdenscheid und Halver, der Volmepark und eine Kita in Schalksmühle wurden untersucht.

Vor allem ging es darum auszuschließen, dass Schwermetalle, giftige Kohlenwasserstoffen und krebsauslösende Chlorverbindungen in die Böden gelangt sind. „Der Märkische Kreis ist über diese Mindestvorgaben hinausgegangen, um auch weitere für das Kreisgebiet typischen Schadstoffe mit abzudecken“, betont Bange.

Entwarnung: Kein Gift in den Böden der Spielplätze

Die Ergebnisse liegen nun vor: Für alle untersuchten Flächen gibt es Entwarnung. Robert Kies erläutert: „Bereits bei der Probenahme vor Ort gab es bei keiner der betroffenen Flächen äußerlich oder durch den Geruch wahrnehmbare Hinweise auf eventuelle Bodenbelastungen. Nach Probenahme und Analyse ist festzustellen, dass die gesetzlichen Prüfwerte (...) für Kinderspielflächen eingehalten werden.“ Für alle Areale bestünden keine Bedenken, Kinder dort spielen zu lassen.

Der Spielplatz am Hemecker Weg in Altena ist teilweise gesperrt, aber alle Geräte sind nutzbar.

Der untere Teil des Spielplatzes am Hemecker Weg ist allerdings noch gesperrt. Zum einen wurden dort Bäume gefällt, zum anderen habe die Flut dort den Boden weggespült, der erst wieder aufgefüllt werden muss, sagt Straßenmeister Detlef Kalupka. Alle Spielgeräte sind aber nutzbar.

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