Warnstreik bei VDM Metals in Altena

Ralf Springob steht hinter der Forderung der Gewerkschaft.

Altena - Sechs Prozent mehr Lohn und flexiblere Arbeitszeiten fordert die IG Metall in der laufenden Tarifrunde. Morgen sollen dafür die Mitarbeiter im Werk Altena von VDM Metals die Arbeit niederlegen. Ihr Warnstreik beginnt um 10 Uhr.

Ralf Springob ist nicht nur Betriebsratsvorsitzender bei VDM, sondern auch ehrenamtliches Mitglied des Ortsvorstands der IG Metall Märkischer Kreis sowie Mitglied der Tarifkommission für den Bereich Nordrhein-Westfalen.

Damit entscheidet er mit über die Tarifforderungen. Springob befürwortet die Lohnforderung: „Die wirtschaftliche Lage gibt es her, dass wir sechs Prozent mehr Lohn für unsere Belegschaften fordern. Die Konjunktur zeigt nach oben – also muss es auch ein Lohnplus geben.“

Gudrun Gerhardt, Erste Bevollmächtigte der IG Metall im Märkischen Kreis, legt ihr Augenmerk auf die Forderungen zur Arbeitszeit in dieser Tarifrunde: „Die Arbeitgeber wollen mehr Flexibilität. Das wollen wir auch. Der Unterschied ist, dass für die Arbeitgeber Flexibilität weitestgehend die Abschaffung von Pausen- und Ruhezeiten bedeutet und eine Erreichbarkeit von möglichst 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche“. Für die Gewerkschaft hingegen gehe es um mehr Selbstbestimmung und Freizeit für die Beschäftigten.

Insbesondere für die Familienphasen fordert die Gewerkschaft die Möglichkeit, die Arbeitszeit auf 28 Stunden reduzieren zu können. Gerhardt: „Kindeserziehungszeiten oder Pflegezeiten für die eigenen Eltern sind mit enormem Aufwand verbunden. Dieser Aufwand ist ein großer Dienst an den Angehörigen und an der Gesellschaft selbst. Deswegen müssen wir endlich mehr Familienfreundlichkeit schaffen“.

Dazu gehöre auch ein verbindliches Rückkehrrecht auf Vollzeitarbeit. Sonst führe Teilzeitarbeit zu Altersarmut, weil möglicherweise zu wenig in die Rentenkasse eingezahlt werde.

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