Jahresabschluss in Altena gar nicht schlecht

Kämmerer Stefan Kemper.

Altena - Normalerweise sehen die Jahresabschlüsse des Kämmerers besser aus als die im Etatentwurf prognostizierten Zahlen. 2013 war das anders: Stefan Kemper kalkulierte mit einem Defizit von 5,43 Mio. Euro, es wurden 6,31 Mio. Und trotzdem äußerte sich der Hüter der Stadtfinanzen alles andere als unzufrieden, als er das Jahresergebnis am Montagabend dem Rat vorstellte.

Kemper verwies nämlich auf eine Reihe für ihn nicht vorhersehbarer Entwicklungen. Zum einen zahlte das Land der Stadt ihren Anteil aus dem Stärkungspakt nicht aus, zum anderen stiegen die Gewerbesteuereinnahmen nicht so an, wie Kemper gerechnet hatte. Hinzu kam dann noch die Halbierung der Schlüsselzuweisungen durch das Land.

Diese drei Posten summieren sich auf rund 5,7 Mio. Euro. Das bedeutet: Wären diese Einnahmen wie geplant geflossen, dann hätte der Jahresabschluss deutlich besser ausgesehen als die Zahlen im Haushaltsplanentwurf.

Übrigens: Alle drei Positionen musste Kemper genau so im Etat festschreiben, weil es sich dabei um Eckdaten handelt, die das Land Altena wie allen anderen Stärkungspaktkommunen auch verbindlich vorgibt.

Das ist ein Schwachpunkt des Stärkungspaktes, wie sich auch bei den Personalkosten zeigt: Ein Prozent Plus pro Jahr – so steht es in den Eckdaten. Der jüngste Tarifabschluss hingegen sieht für Arbeiter und Angestellte eine Lohnerhöhung von drei Prozent und teilweise auch Sonderzahlungen vor – damit müsse er für das laufende Jahr mit nicht vorhergesehenen Mehrausgaben von 165.000 Euro rechnen und 2015 sogar mit über 200.000 Euro.

Aus Schuldnersicht „unverändert gut“ seien die Konditionen auf dem Kreditmarkt, freute sich der Kämmerer. Außerdem berichtete er, dass Gewerbesteuereinnahmen im 1. Quartal deutlich über den Vorjahreswerten lägen. - ben.-

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