Bracht sorgt sich um Gewerbeflächen in Altena

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Wilfried Bracht lehnt die Ansiedelung eines weiteren Lebensmittel-Vollsortimenters in der Burgstadt ab. ▪

ALTENA ▪ Burgaufzugs-Rebell Wilfried Bracht hat seine Ankündigung wahr gemacht und auf seiner Internet-Plattform http://www.altena-innovativ.de Stellung zu einem anderen kommunalpolitischen Thema bezogen. Es geht dabei um die Imra in der unteren Rahmede. Wie berichtet, will ein Investor die Fläche erwerben und nach deren Abbruch einen 1800 Quadratmeter großen Lebensmittel-Vollsortimenter dort ansiedeln. Eine zweite, etwa 600 Quadratmeter große Verkaufsfläche könnte einen Getränke- beziehungsweise Drogeriemarkt unterbringen.

Bracht lehnt dieses Vorhaben aus zwei Gründen ab. Er sieht einerseits die Aufgabe des Industriestandortes kritisch und fürchtet andererseits ein Schwächung des Einzelhandels in der Innenstadt und insbesondere auch des Toom-Marktes.

Zur Gewerbeflächenproblematik schreibt Bracht: „Für die Stadt ist der Erhalt der bestehenden Industrieflächen unabdingbar und überlebenswichtig. Nur innenstadtnahe neue Industrien, in denen auch oder vor allem Arbeitskräfte von außerhalb tätig sind, können eine Chance für die Stadt bedeuten, zu neuen Einwohnern zu kommen.“ Mitarbeiter von Firmen, die sich auf Rosmart ansiedeln, würden eher nicht nach Altena ziehen, befürchtet Bracht.

Bestandteil der Pläne, die zur Zeit öffentlich ausliegen, ist ein vom Investor in Auftrag gegebenes Gutachten über die Folgen der Neuansiedlungen für den bestehenden Einzelhandel. Darin wird damit argumentiert, dass in Altena mit 0,28 Quadratmeter pro Einwohner im Lebensmittelsektor deutlich weniger Verkaufsfläche zur Verfügung steht als im Bundesschnitt (0,4 Quadratmeter/Einwohner) und dass es erhebliche Kaufkraftabflüsse gibt. Diese könnten durch einen neuen Standort verringert werden, davon profitiere unter Umständen der gesamte Handel. Allerdings könne es zu Umverteilungen kommen, eventuell auch zu Einbußen von bis zu zehn Prozent bei bestehenden Geschäften. Daraus schlussfolgert Bracht, dass diese dann in ihrer Existenz gefährdet sein könnten.

Auf seiner Homepage weist Bracht darauf hin, dass das Gutachten vom Investor bezahlt wurde und deshalb nicht unbedingt unparteiisch sei. Vor einer Entscheidung müsse die Stadt ein eigenes, unparteiisches Einzelhandelskonzept in Auftrag geben. ▪ ben-

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