Gesucht: Jemand, der die Miete verdient

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Dieses Haus erwarb der Hemeraner bei einer Zwangsversteigerung für 16 000 Euro. ▪

ALTENA ▪ „Man muss Geld in die Hand nehmen, wenn man etwas verändern und erreichen will.“ Das meint Udo Olbrich. Der Hemeraner Unternehmer hat das Haus Lennestraße 6 bei einer Zwangsversteigerung erworben – für 16 000 Euro. „Ich mag die Stadt, komme seit vielen Jahren immer wieder hierher und das Haus hat mir einfach gefallen“, so lautet seine Erklärung, warum er die mehr oder weniger desolate Immobilie sein Eigen nennen wollte.

Früher gehörte das Haus der Familie Malkus, sie betrieb darin einen Schreibwarenhandel. Nach Schließung des Geschäftes aus Altersgründen, verkaufte die Familie an türkische Mitbürger – aus dem Ladenlokal wurde eine Kneipe. Ende vergangenen Jahres nun kam das Haus unter den Hammer, weil der Eigentümer nicht mehr zahlungsfähig war. Jetzt gehört es Udo Olbrich und der fragt sich: „Was kann da rein?“ Mit dem Gebäude kaufte er die dazugehörige Schanklizenz und zwei Einstellplätze an der Lenneuferstraße. „Eine Kneipe macht nicht viel Sinn“, meint Olbrich, der „tolle, kleine Kneipen“ liebt. Jedoch seien die Bierpreise in Altena so gering, dass da niemand von leben könne. „Da muss jemand rein, der auch seine Miete verdient“, erklärte der Unternehmer. Olbrich ist sicher, dass sich etwas finden wird, das Sinn macht.

„Ich glaube an die Stadt“, sagt er. Aus Altena mit seinem „angenehmen Ambiente von Architektur, Umland und nicht zuletzt den Bürgern“ könne man viel mehr machen. Allen Unkenrufen seiner Freunde habe er es gewagt und in Altena eine Immobilie gekauft. „Es ist für mich eine Herausforderung, um nicht zuletzt den Leerstand an der Lennestraße mit einer guten Geschäftsidee nachhaltig zu bekämpfen“, so Olbrich.

Zunächst will er das Gebäude von außen und innen renovieren – peu à peu. Denn: „Mich treibt nichts“, erklärt der Hemeraner gelassen. ▪ Von Ilka Kremer

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