Brand im Generationentreff

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Zwei Atemschutzträger bereiten sich darauf vor, ins Gebäude einzudringen. ▪

ALTENA ▪ Die Woche war fast geschafft für die Feuerwehrmänner des Löschzuges I, der Feierabend beinahe eingeläutet – da beendete Freitagachmittag ein Sirenenalarm die Vorfreude auf das Wochenende. Die Löschgruppen Mühlendorf, Freiheit und Knerling wurden um 16.45 Uhr zur Gustav-Selve-Straße gerufen.

Grund des Alarms: Ein Brand in der ehemaligen Grundschule, heute Generationentreff Knerling. Verpuffungen, zwei Verletzte, zwei Vermisste: Dass es sich um eine Übung handelte, erfuhren die Einsatzkräfte erst beim Eintreffen am vermeintlichen Brandort.

Die Zeit für den Einsatz war durch die beiden Löschzugführer ganz bewusst gewählt worden: „Es geht um die Tagesverfügbarkeit am späten Nachmittag“, erläutert Stadtbrandinspektor Alexander Grass. Auch zu einer solchen, eher ungünstigen Zeit, müsse gewährleistet sein, dass die Vorgaben des Brandschutzbedarfsplanes eingehalten werden können. Und die besagen, dass eine acht Mann starke Gruppe von Einsatzkräften innerhalb von zehn Minuten nach Auslösen des Alarms am Einsatzort sein muss. Innerhalb weiterer vier Minuten müssen dann zwölf Kräfte vor Ort sein.

Gestern Nachmittag ging es also zum einen darum, so schnell wie möglich in ausreichender Zahl den „Brandort“ zu erreichen. Dann war es ein primäres Ziel, eine Person – dargestellt von einem Dummy – vom Dach des Gebäudes zu retten und schließlich natürlich das Feuer zu bekämpfen. Dazu musste eine Wasserversorgung aufgebaut und der eigentliche Löschangriff erfolgreich über die Bühne gebracht werden. Die eher beengten Platzverhältnisse im Umfeld der einstigen Schule machten den Einsatz der Feuerwehr nicht einfacher. Dennoch war schon sieben Minuten nach dem Alarm mehr als die Sollzahl an Kräften eingetroffen. ▪ tk

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