Blaues Kreuz bietet Suchtberatung im Bahnhof

Elke Henniger arbeitet in der Beratungsstelle und vereinbart Termine für Informationssuchende häufig per Telefon. Foto: Kirsch

Altena - Großzügige Räumlichkeiten, in denen die Privatsphäre geschützt wird – das Blaue Kreuz hat seinen Sitz seit Anfang des Jahres im Altenaer Bahnhof. Ehrenamtliche Helfer haben bis April die Beratungsstelle renoviert. Ende August soll eine öffentliche Einweihungsfeier stattfinden.

Elke Henniger arbeitet seit einem Jahr als Suchtberaterin für das Blaue Kreuz. Ihr Schwerpunkt ist die Alkoholsucht. Zu ihr können Betroffene, Angehörige und Informationssuchenende zu einem beratenden Gespräch kommen. Auch Medikamentenabhängige, Spiel- oder Arbeitssüchtige berät Henniger. „Die Ursachen einer Sucht sind oft gleich, nur die Symptome sind anders. Das äußert sich dann in einer Alkohol-, Computer- oder Spielsucht“, erklärt die Sozialarbeiterin.

Jeder könne sich vorher im Netz über eine mögliche Sucht informieren. Das Gespräch solle die Person aber anschließend trotzdem suchen, so Henniger weiter. Die Person muss sich jedoch selbst überwinden, um in die Beratungsstelle zu kommen.

Gemeinsam werde dann entschieden, sofern der Betroffene es will, ob eine ambulante oder stationäre Behandlung oder vielleicht sogar eine Langzeittherapie helfen könne: „Das muss alles aus eigenem Willen geschehen.“ Henniger ist an die Schweigepflicht gebunden und spricht mit niemandem über die Probleme eines Suchtkranken, es sei denn, er möchte es.

Das Blaue Kreuz wird vom Kreisverband Sauerland und vom Märkischen Kreis gefördert. Für eine offene Sprechstunde ist die Suchtberatung dienstags von 11 bis 12 Uhr und donnerstags von 16 bis 17 Uhr geöffnet. Einen festen Termin können Interessierte unter Tel. 02352/ 2 10 00 vereinbaren. - von Nathalie Kirsch

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