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Gesperrte B236: Termin für Freigabe steht fest 

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Von: Janine Tokarski

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Der Verkehr rollt wieder auf der Bundesstraße B236 am Buchholz in Altena Richtung Werdohl.
Der Termin für die Freigabe der Bundesstraße B236 am Buchholz in Altena Richtung Werdohl steht fest, doch Autofahrer werden weiterhin mit Behinderungen rechnen müssen. © Thomas Keim

Seit der Flut Mitte Juli ist die B236 in Altena - mit einer kurzen Ausnahme - voll gesperrt. Nun steht der Termin fest, ab wann der Verkehr wieder Richtung Werdohl rollen kann. Allerdings wird es noch lange Behinderungen geben.

Altena – Die B 236 in Richtung Werdohl wird bis zum Jahresende gesperrt bleiben. Vorher werden die Arbeiten nicht beendet sein, der Verkehr kann auch nicht einspurig über die Bundesstraße fließen. Kurz nach der Flut hatte Straßen.NRW der Stadt in einer Verfügung den 6. Dezember als Enddatum für die Vollsperrung mitgeteilt – und diesen Termin bislang auch nicht verändert. Beim Blick auf die Baustelle vor Ort bekommt man aber erhebliche Zweifel, dass dieses Datum zu halten ist.

Ist es nicht, wie der Landesbetrieb nun mitteilt. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die B 236 in Altena wieder für den Verkehr herzustellen“, sagt Ludger Siebert, Leiter der Regionalniederlassung in Südwestfalen.

Betonfundamente für Mauer werden gesetzt

Doch bevor die Strecke wieder freigegeben werden kann, sind noch einige Arbeiten notwendig. Aktuell werde an der Böschung zwischen Straße und dem Obergraben eine Stützwand gebaut, wo das Hochwasser die alte Böschung besonders instabil gemacht hatte. Sie war dort inklusive Bewuchs in den Obergraben abgerutscht.

Die neue Stützwand stabilisiert die Böschung und verringert die Abrutschgefahr. „Mithilfe von großen Betonelementen konnte an dieser Stelle bereits ein großes Stück der Wand gebaut werden, die an eine bestehende Bruchsteinmauer angeschlossen werden muss“, sagt der Fachmann zum Stand der Dinge. Für das noch fehlende Zwischenstück sind Betonfundamente gegossen worden, in der kommenden Woche werden sie gesetzt.

Ganze Straßenbreite für Arbeiten benötigt

„Das sind Arbeiten, für die wir Platz benötigen. Dort kommen immer wieder Baugeräte zum Einsatz, die die Straße als Baufeld gebrauchen müssen“, sagt Steffen Scholz, Abteilungsleiter Bau bei Straßen.NRW. „Der Bagger bringt zum Beispiel das Material für die Arbeiten am Obergraben von der B 236 aus ein.“ Damit beantwortet er die Frage vieler Altenaer, die sich wundern, warum der Verkehr nicht einspurig fließen kann, wenn nur am Obergraben gearbeitet wird.

Als die Lüdenscheider Straße wegen Arbeiten an der Stützmauer gesperrt werden musste, floss der Verkehr kurzzeitig einspurig über die B236.

Auch die defekte Gasleitung des Betreibers Open Grid Europe muss noch repariert werden. Auf einer Länge von etwa 80 Metern werden neue Rohre eingesetzt, die ein Kran einheben wird. Mit dem Bau der Stützmauer wird dafür ein Vormontageplatz geschaffen. Erst danach „kann man gefahrlos an der Gasleitung arbeiten“, betont Scholz. Zeitgleich wird der Landesbetrieb einen weiteren Böschungsbruch im gesperrten Streckenabschnitt sichern, wo anschließend ein weiteres Stück Gasleitung ausgetauscht wird.

Weitere Arbeiten bis Herbst 2022

Eine Vollsperrung sei daher unumgänglich, so lange dort – bis voraussichtlich Ende des Jahres – gearbeitet wird. Anfang des Jahres 2022 kann der Verkehr an der B 236 wieder fließen, wenn auch vorerst nur halbseitig, verspricht der Landesbetrieb. „In diesem Bereich werden im nächsten Jahr noch umfangreiche Böschungssicherungen auf einer Länge von knapp 200 Metern notwendig“, sagt Scholz. „Wir werden die Stabilität der Böschung erheblich verbessern. So bietet sie auch mehr Schutz, wenn es in Zukunft zu Starkregen kommen wird.“ Bis voraussichtlich Herbst 2022 sollen diese Arbeiten dauern.

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