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Schützenfest in Dahle: Jochen Frank und Anke Adler regieren

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Von: Fabienne Schwarzer

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Jochen Frank und Anke Adler regieren in Dahle.
Jochen Frank und Anke Adler regieren in Dahle. © Fabienne Schwarzer

(Update) Gespannt-fröhliche Stimmung herrschte am Samstag beim Vogelschießen des Dahler Schützenvereins. Das Schießen endete mit einer Überraschung. Denn, dass Jochen Frank am Ende König wurde, hatten viele nicht erwartet.

Dahle - Was die Insignien anbelangt, so ging es flott: Es dauerte nur 19 Minuten bis die erste Insignie fiel – die Krone des Holzadlers. Danach nannten seine Kameraden vom Böllerzug Jannik Tuleja spaßeshalber „Sniper“, also Scharfschütze. Danach hieß es das erste Mal „Ohren zuhalten“ und ein lauter Knall zog einem durch Mark und Bein, womit der Böllerzug seinem Namen alle Ehre machte. Dann konnte die nächste Insignie, der Apfel, geschossen werden. Mario Schuppener aus der dritten Kompanie gelang das mit dem 114. Schuss. 25 Minuten später traf dann Lukas Schümann aus der zweiten Kompanie das Zepter. Dann fehlten nur noch die beiden Flügel: Für den linken Flügel benötigten die insgesamt 150 Schützen knapp eine Stunde und den finalen Treffer landete schließlich Torben Geppert aus der dritten Kompanie. lange dauerte es bis der rechte Flügel fiel. So hing er quasi am seidenen Faden. Man ging bereits davon aus, dass die dritte Kompanie, als sie an der Reihe war, das Königschießen einläuten würde, indem ihre Schützen den Flügel holten. Tatsächlich war es dann aber nach einer guten Stunde Böllerzugmitglied Kilian Grotensohn, dem das schließlich gelang. Vier Stunden hatte das Insignienschießen gedauert.

Professionelle Moderation

Während der Zeit gabs Musik: Die Gruppen Glück auf Essen und die Volmetaler lieferten Unterhaltung. Außerdem sorgte für Spaß und gute Laune auch Moderator und Schützenmitglied Rene Wenzel, der das Schützenfest zum ersten Mal, jedoch trotzdem sehr selbstbewusst und professionell moderierte. Wer auch für große Erheiterung unter den Anwesenden sorgte war der erste Vorsitzende des Vereins, Tobias Wilke. Seine Kameraden verpflichteten ihn den ganzen Tag dazu mit einer Angel und Schuhen in der Form von Fischen herum zu laufen. Diese Aktion war als amüsante Strafe gedacht, denn als der Vogel nach seiner Fertigstellung traditionell gemeinsam weggebracht wurde, war Wilke im Urlaub auf Fehmarn und verpasste dieses Ereignis.

Sechs ernsthfte Bewerber

Die Spannung stieg im Verlauf des Fests immer weiter. Das fand auch Bernhard Tönnesmann: „Dieses Jahr gibt es mehrere ernsthafte Bewerber. Ich bin auf jeden Fall gespannt.“ Die ganze Zeit herrschte auf dem Fest gute Stimmung. Es wurde gemeinsam getrunken, gesungen und gelacht. Auch Olaf und Simone Skora feierten nochmal ihre letzten Stunden als Königspaar, in denen Olaf Skora permanent die große, schwere Königskette trug. „Ich gebe die Kette mit einem lachenden und einem weinenden Auge ab, denn jetzt gerade beginnt erst die Zeit, in der wieder Veranstaltungen möglich sind“, erklärte er.

Totenstille als der Adler fällt

Dann bat Rene Wenzel um Ruhe und darum, dass sich die ernsthaften Königsanwärter aus der Menge lösen und bei ihm aufstellen. Der erste war wie erwartet Helmut Göss, der lauthals vom Böllerzug angefeuert wurde. Erst sah es aus, als müsse er allein bleiben bis sich noch fünf Anwärter meldeten. Ernsthaft im Rennen waren Helmut Göss, Markus Benner und Jochen Frank. Als der Adler dann beim 121. Schuss fiel, gab es erst großen Applaus, dann Totenstille. Zum einen, weil alle gespannt waren, wer sich gleich als König aus dem Häuschen trat und zum anderen, da sich wieder alle die Ohren zu halten mussten. Bei den folgenden Kanonanschüssen hatte sich der Böllerzug selbst übertroffen. Fünf waren es insgesamt und Erde rieselte dabei zu Boden. Dann wurde Jochen Frank auf einem Stuhl mit einem Kranz um den Hals heraus getragen. Und das Publikum jubelte seinem neuen König zu.

Vielleicht war es Schicksal, denn Jochen Frank ist Schreiner und hat sozusagen seinen eigenen Königsadler gemacht und seine Lebensgefährtin und Königin heißt Anke Adler (!). Dem ganzen Verein war anzusehen, wie sehr sie ihrem neuen Schützenkönig den Thron gönnen. „Es war ein fairer und spannender Wettbewerb“, fand Helmut Göss.

Feierliche Stimmung und Spaß am Samstagabend

Feierliche Stimmung, gute Musik und jede Menge Spaß gab es am Samstagabend in der Vereinshalle des Dahler Schützenvereins. die band spielt bis 2 Uhr, gab noch Zugaben und die Dahler aber auch noch etliche Gäste aus Evingsen oder Neuenrade sorgten dafür, dass die Tanzfläche immer gut gefüllt war.

Der Abend begann mit den Ansprache des ersten Vorsitzenden Tobias Wilke, der Olaf Skora den „Corona-König“ nannte udn von Bürgermeisters Uwe Kober, die sich natürlich um das neue Königspaar Jochen Frank und Anke Adler drehten. Auch das alte Königspaar wurde mit einem Präsentkorb geehrt.

Insignienschützen geehrt

Den fünf Insignienschützen dieses Tages Jannik Tuleja, Mario Schuppner, Lukas Schümann, Torben Geppert und Kilian Grotensohn wurde jeweils noch ein Abzeichen verliehen. Rund um die Proklamation sorgte die Gruppe Glück auf Essen für musikalische Begleitung. Bei der Proklamation überreichte Olaf Skora feierlich die große, schwere Königskette an Jochen Frank und Simone Skorra überreichte die Scherpe an Anke Adler. Somit gab es ein neues Königspaar mit ihrem neuen Hofstaat und das sollte gefeiert werden. Adler brachte den Saal zum Lachen als sie zum Feiern aufrief: „Und jetzt lasst uns so richtig einen in den Karton treten!“ Die Voraussetzungen dafür waren gut: Es waren viele Gäste anwesend und die Halle war voller als noch am Tag zuvor. Die Kellnerinnen eilten schnell zwischen der Bar und den Tischen hin und her, damit alle mit Bier und anderen Getränken versorgt waren.

Party bis in die Nacht

Lange dauerte es nicht bis das alte Königpaar wieder mit seinem Hofstaat auf dem Thron war, denn den eroberten sie kurzerhand zurück als der neue Hofstaat ihn verlassen hatte, natürlich nur kurz, bis das neue Königspaar zurück war.

Ein voller Erfolg war die Live-Band Matrix Coverband, die die Tanzfläche mit Coversongs schnell füllte.

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