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Geschichten und Musik auf dem Hexentanzplatz

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Von: Michael Koll

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Geschichtenerzählerin Stefanie Ingenpass (links) und Musikerin Laura Bennek hatten die Altenaer zu einem Nachmittag mit Musik und Geschichten unter freiem Himmel auf den Hexentanzplatz eingeladen.
Geschichtenerzählerin Stefanie Ingenpass (links) und Musikerin Laura Bennek hatten die Altenaer zu einem Nachmittag mit Musik und Geschichten unter freiem Himmel auf den Hexentanzplatz eingeladen. © Michael Koll

„Damit den Fremdlingen nun aber die Weile nicht lang wurde...“, sagt Stefanie Ingenpass. Allein schon die Sprache der ausgebildeten Märchenerzählerin und Rezitatorin entführte ihre Zuhörer jüngst in eine sagenhafte Welt.

Und der Ausblick vom Hexentanzplatz oberhalb der Burg Altena unterstützte diesen Effekt ebenso, wie das kunstvolle Flötenspiel von Laura Bennek, die die Vorträge von Ingenpass im Rahmen des knapp zweistündigen Programms mit passender Musik ergänzte.

Die Altenaer Geschichtenerzählerin Ingenpass trug Gedichte vor wie „Sommerfrische“ von Joachim Ringelnatz. Sie plauderte in freier Rede, als würde sie von einem Erlebnis tags zuvor beim Einkaufen berichten, vom „Sauerländer Döskopp“, der das Glück nicht findet, obwohl es direkt vor ihm liegt. Und sie tauchte ab in die afrikanische Sage von der „Sternenfrau“, die sich um die Tatsache dreht, dass Vertrauen zwischen Menschen am Ende doch soviel mehr wert ist als alles Materielle.

Bilder von Schlangenbeschwörern vor dem geistigen Auge

Die Iserlohner Musikerin Bennek feierte dazu mit den Klängen von „Samai Hijaz Kar Kurd“, komponiert von Nadim al Darwish – ein Tanz, in dessen Zentrum verspielte Melodiebögen Bilder von Schlangenbeschwörern vor dem geistigen Auge der Zuhörer entstehen ließen.

Die 31-Jährige zelebrierte aber ebenso das hochkomplexe und anspruchsvolle „Onder de Linde groene“ von Jacob van Eyck und das wohlvertraute „Der Mond ist aufgegangen“ von Johann Abraham Peter Schulz. Bennek steht kurz vor dem Abschluss ihres Musikpädagogik-Studiums, bei welchem sie als Hauptinstrument die Blockflöte wählte.

Getränke und Zwiebelkuchen

In einer Pause des kurzweiligen Programms mit dem Titel „Dämmernd liegt der Sommerabend“ reichten die beiden Künstlerinnen den Besuchern Getränke und selbstgemachten Zwiebelkuchen. Auch nach dem Ende der Veranstaltung kamen die zwei mit dem Publikum ins Gespräch. Immer wieder war dabei der Satz zu hören: „Danke für diesen schönen Nachmittag.“

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