Berg-Pleite - Das sagen Nachbarn und Anwohner:

Geschäftsleute sehen sich traurig bestätigt

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Am 7. Februar 2012 übergaben Einzelhändler, angeführt von Klaus Neuhaus, mehr als 1 000 Protest-Unterschriften gegen den Berg-Bau an Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein

Altena - „Man kann sich nicht alles gefallen lassen!“ – So lautete im Herbst 2012 der Slogan zahlreicher Altenaer Geschäftleute, die sich unter Federführung von Textilkaufmann Klaus Neuhaus vom gleichnamigen Modehaus an der Kirchstraße gegen die Bebauung des bisher freien Platzes zwischen Antek und Overbeck aussprachen.

Heute steht – oder besser – rottet dort seit Ostern des vergangenen Jahres das Berg-Projekt „Wohnen am Bungern“ vor sich hin. „Wir sehen uns bestätigt“, sagt deshalb Klaus Neuhaus. „Nicht nur, dass viele Parkplätze weggefallen sind, die uns alle Laufkundschaft gekostet haben.

Weniger Laufkundschaft

Der Berg-Komplex hat – wie damals befürchtet – im Wortsinne alles dicht gemacht.“ Die Straße sei extrem dunkel und unattraktiv geworden. Von den auf dem ehemals freien Platz stattgefundenen Aktivitäten des Handels zu den diversen Terminen im Jahr ganz zu schweigen. „Da läuft nichts mehr.“ Neuhaus: „Es hat leider nichts gebracht, dass wir damals mehr als 1 000 Protestunterschriften gegen diese Art der Bebauung im Rathaus abgegeben haben. Wir haben, das muss ich leider heute feststellen, so etwas kommen sehen.“

Schwer genug

Noch einmal wiederholte er: „Als Einzelhändler haben wir es schwer genug. Wir müssen froh sein, dass die Leute noch in die Stadt kommen und bei uns einkaufen.“ Das auch damals von der Verwaltungsspitze genannte Argument, die Fritz-Berg-Stiftung habe ein gerichtsfestes Recht, an dieser Stelle genauso bauen zu dürfen, wie jetzt geschehen, lässt Neuhaus nicht gelten. Er kritisiert die beteiligten Architekten für den „gewaltigen Klotz“, den sie planten und bezeichnet ihn als das befüchtete „Ding, das schon damals keiner wirklich wollte.“ Neuhaus erinnerte nochmals an persönliche Gespräche mit der Verwaltungsspitze, die er vor der Unterschriftensammlung und bereits Jahre zuvor geführt habe.

Falsche Hoffnungen geweckt

Damals habe er immer den Eindruck gehabt, dass es sehr wohl eine positive Grundeinstellung Richtung City-Parkplatz-Erhaltung und Freifläche an dieser Stelle gegeben habe. Jetzt habe man leider die befürchtete Situation, „dass hier in unsere Straße wohl kaum noch richtig Sonne reinfällt.“ Und das könne doch nicht ernsthaft im Interesse einer guten Stadtentwicklung liegen. Die weitere Entwicklung warte man jetzt erst einmal ab, sei aber gespannt, „wie dieses Problem jetzt angefasst wird.“

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