Bierbach bekommt als GEBI-GmbH eine Zukunft

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Konusbolzen wie diese wird es auch künftig aus Altenaer Produktion geben. Hinten eine Bierbach-Maschine. ▪

ALTENA ▪ Bewegte Zeiten liegen hinter der Altenaer Traditionsfirma Bierbach. Schon zwei Mal drohte dem Unternehmen der Konkurs – jetzt werden die Weichen in Richtung Zukunft gestellt.

Geschäftsführerin Riccarda Giese, seit acht Jahren in der Unternehmensleitung, bestätigte am Mittwoch auf Anfrage des AK, dass sie die Firma kaufen wolle. Unter der neuen Firmierung als „GEBI Verbindungstechnik GmbH & Co KG“ solle das Geschäft neu aufgestellt werden, kündigte die 39-Jährige an. Alle 30 derzeit vorhandenen Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Mit dem neuen Namen tritt auch die bekannte Produktbezeichnung des Schraubenherstellers in den Mittelpunkt. Nur eine einzige, eher formaljuristische Hürde, gibt es noch. Im laufenden Insolvenzverfahren ist für den 23. Januar eine Gläubigerversammlung im Amtsgericht Hagen anberaumt worden. Dort soll Rechtsanwalt Uwe Grünert als Insolvenzverwalter noch einmal Bericht erstatten. Der entscheidende Punkt aber wird eine Beschlussfassung „über den beabsichtigten Verkauf des Betriebs im Ganzen“ sein. So heißt es in der Bekanntmachung des Amtsgerichtes. Über die Hintergründe ihrer Entscheidung, künftig geschäftsführende Gesellschafterin zu werden, gibt Riccarda Giese mit zwei prägnanten Sätzen Auskunft: „Ich glaube an das Unternehmen. Es hat die Berechtigung, am Markt zu agieren.“ Dies habe sich auch in der Insolvenzphase gezeigt, in der sowohl Lieferanten als auch Kunden Bierbach die Treue gehalten hätten. Immerhin habe man seit dem Tode Chafik Itanys im Mai 2011 etwa zweieinhalb Jahre „in der Luft gehangen“, weil es innerhalb der Erbengemeinschaft zu keiner Einigung kommen wollte.

In der Bierbach GmbH werden „Kaltfließpressteile“ - das sind Schrauben und Verbindungselemente - hergestellt. Das Unternehmen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1855 gründete J. Georg Bierbach die Firma am heutigen Standort an der Werdohler Straße. ▪ Von Thomas Keim

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