Nedschroef geht neue Wege

Symbolisch, aber dennoch voll funktionstüchtig: Mit einem ferngesteuerten Hubschrauber bedankte sich Jan Seiler (r.) beim Nedschroef-Vorstandsvorsitzenden Dr. Mathias Hüttenrauch. In der Mitte Geschäftsführer Karlheinz Munz.  Fotos: Keim

Altena - Mit der Nedschroef Aviation GmbH geht eine Tochter der Nedschroef-Gruppe auf den Markt, die hoch hinaus will. Das neue Unternehmen konzentriert sich auf die Zulieferung von Schrauben und Befestigungselementen für die Luftfahrt-Industrie.

Am Freitag wurde in den Firmenräumen an der Westiger Straße Eröffnung gefeiert. Kunden, Lieferanten und Geschäftsfreunde gaben sich die Klinke in die Hand. Die besondere Bedeutung des Firmenstarts würdigte Nedschroef-Vorstandsvorsitzender Dr. Mathias Hüttenrauch. Er warf einen kurzen Blick zurück auf die Entstehungsgeschichte der Idee.

Etwa zwei Jahre lägen die ersten strategischen Überlegungen zurück. Es sei darum gegangen, wie man den Geschäftsbereich Automotive anreichern könne. „Was macht die Firma nicht nur größer, sondern besser?“, skizzierte Hüttenrauch die eigentliche Fragestellung. Letzlich sei die Entscheidung für die Luftfahrtindustrie gefallen, wo es zwar extrem hohe Anforderungen, aber auch ein stabiles Wachstum gebe.

Letzlich gehe es auch darum, das Unternehmen mit Blick auf seine Absatzmärkte breiter aufzustellen. „Wenn die Automobilindustrie hustet, bekommen wir eine Lungenentzündung“, umschrieb der Vorstandsvorsitzende die Lage. Das strategische Ziel lautet nun, bis zum Jahr 2018 25 Prozent des Umsatzes in einem Geschäftsfeld zu erzielen, das nicht zur Automotive-Branche zählt.

„Es gibt keinen besseren Zeitpunkt, als das Abenteuer jetzt zu starten“, sagte Hüttenrauch. Die Geschäftstätigkeit wurde im Januar aufgenommen – offensichtlich sehr erfolgreich. Bereits jetzt liegen 250 Serienaufträge vor, gab der Vorstandsvorsitzende einen kleinen Einblick in die Bücher.

Hinter dem Team um Aviation-Geschäftsführer Jan Seiler liegen anstrengende Monate der Aufbauarbeit. Seiler bedankte sich für die Bereitschaft, Wochenenden und Nächte zu opfern. Das Nedschroef-Werk Altena um Geschäftsführer Karlheinz Munz habe der Aviation immer den Rücken frei gehalten. Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein freute sich in seinem Grußwort, dass einer der großen Akteure auf dem Welt-Schraubenmarkt nun ein neues Wagnis am Draht-Traditionsstandort Altena eingeht. - von Thomas Keim

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