Luis Kremer aus Altena ist Kammersieger

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Luis Kremer ist Kammersieger geworden.

Altena - „Profis leisten was“ heißt es alljährlich für junge Menschen, die sich nach der Ausbildung im ,Praktischen Leistungswettbewerb’ auf Kammerebene miteinander messen. Luis Kremer aus Altena wurde als Gerüstbauer erster Kammersieger.

Der 20-Jährige absolvierte im elterlichen Betrieb seine dreijährige Berufsausbildung. 

Papa Stefan Kremer hatte sich 1996 als Gerüstbauer in Altena selbstständig gemacht. Jetzt hat der junge Mann die Chance, auch auf Landes- beziehungsweise Bundesebene in weiteren Wettbewerben zu punkten. Natürlich sei es schon ein wenig anstrengend, in diesem Beruf zu arbeiten, gibt der Kammersieger zu. „Aber ich mag es, fast täglich etwas anderes zu sehen, woanders zu arbeiten und vor allen Dingen an der frischen Luft zu sein.“ 

Einmal Gerüstbauer zu werden, das gibt er zu, hänge schon ein bisschen mit dem elterlichen Betrieb zusammen. Den habe er von Kindesbeinen an kennengelernt. Dabei seien die Aufgaben als Gerüstbauer sehr vielfältig. „Wir sind immer zur Stelle, wo auch immer es beim Bau in die Höhe gehen soll“, sagt er salopp. Ob Gebäude, Bühnen oder sogar aufwendige Hängerüste. „Wir tragen dabei eine große Verantwortung. 

Immerhin gewährleisten wir die Sicherheit aller anderen Handwerker, die in der Höhe zu tun haben“, sagt Kremer junior ernst. In Altena, seiner Heimatstadt, hat er erst kürzlich an der Event-Bühne zum runden Stadtgeburtstag mitgearbeitet. Sie wurde unter anderem von den Künstlern Jini Meyer und den Billy Boyz genutzt und stand mitten in der daher fließenden Lenne. Kremer ging in Dortmund-Mengede (ehemalige Zeche Hansemann) zur Berufsschule und in ein entsprechendes Ausbildungs-Zentrum seiner Berufsrichtung. 

Hier erlernte er unter anderem, Baupläne zu entwerfen oder Konstruktionsskizzen anzufertigen. Immer wieder bläutem ihm seine Lehrer ein, vor dem Aufstellen eines Gerüstes stets den Untergrund in Augenschein zu nehmen. Auch das Schrauben und Stecken der Stangen-Einzelteile oder das Befestigen der Schutz-Planen wurde immer wieder geübt, bis es Routine wurde. 

Gute Mathekenntnisse seien schon nötig, um in der täglichen Arbeit klar zu kommen, schmunzelt Luis Kremer. Und wie ist es mit dem Verdienst?. „Ist ganz in Ordnung“, sagt der junge Mann. Er strebt an, sich zum Gerüstbaumeister, fortzubilden. „Angemeldet bin ich schon.“

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